Zu den Kernkompetenzen unserer Kanzlei gehört die Jahresabschlusserstellung unter Ausschöpfung aller bilanztechnischen Gestaltungsmöglichkeiten und Wahrnehmung immer vorhandener Wahlmöglichkeiten um den Interessen unserer Auftraggeber gerecht zu werden.

So bezieht sich unser Know How nicht nur auf das aktuelle Handels- und Steuerrecht sondern auch auf den beratenden Teil sowohl bei den Besprechungen der Bilanzentwürfe bei den Auftraggebern und der Präsentation gegenüber Geldgebern, Pächtern, Gesellschaftern.

Die Einhaltung gewisser Qualitätsstandards wird um so wichtiger, wenn unsere Mandanten zur Abwicklung ihres Geschäftsbetriebes auf Fremdmittel in Form von Krediten angewiesen sind, da strengere Vergaberegeln bei der Gewährung von Krediten  gegeben sind.

So erfüllt die Jahresabschlusserstellung ohne Prüfungshandlungen grundsätzlich nicht die Anforderungen des § 18 KWG hinsichtlich der Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse eines Kreditnehmers gegenüber seinem Kreditinstitut.

unsere Leistung im Jahresabschluss Bereich

Erstellung von Jahresabschlüssen nach Steuer- und Handelsrecht für Einzelunternehmen und Gesellschaften jeglicher Rechtsformen

  • Gewinnermittlungen gem. § 4 Abs. 3 EStG (sog. Einnahmen-Überschuss-Rechnungen)
  • Erstellung von Eröffnungsbilanzen
  • Erstellung von Zwischenabschlüssen
  • „Herbstgespräch“: Vorbereitungsgespräch Jahresabschluss
  • Jahresabschlüsse und deren Analysen
  • Erstellung von Auseinandersetzungsbilanzen
  • Veröffentlichungen Unternehmensregister
  • Erstellung eines Vermögensstatusses

Welche Auswirkungen die Wahl der Rechnungslegung in Ihrem speziellen Fall hat, erläutern wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.

Vorbereitet auf die E-Bilanz ? Jahresabschluss im neuen Format

hinter dem Begriff „E-Bilanz“ verbirgt sich im Grunde keine „andere Bilanz“ als diejenige, die Sie kennen und auch seit Jahren bereits erstellt haben. E-Bilanz steht vielmehr für die elektronische Übertragung der Inhalte aus Ihrer Bilanz sowie aus Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung auf amtlich vorgeschriebenem Datensatz. Die neu geschaffene Rechtsgrundlage hierzu ist der Paragraf 5b des Einkommensteuergesetzes.

Für das Wirtschaftsjahr 2012 oder – wenn Sie ein abweichendes Wirtschaftsjahr haben – für 2012/2013 stand es Ihnen wie Sie wissen frei, die Bilanz wie bisher in Papierform oder bereits elektronisch einzureichen. Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2012 beginnen, ist die elektronische Übermittlung der Bilanz verpflichtend. Das heißt, dass Sie Ihre Bilanz für das Wirtschaftsjahr 2013 erstmals im Jahr 2014 elektronisch abgeben müssen. Betroffen von der Neuregelung sind Sie als bilanzierungspflichtiger Unternehmer, unabhängig von Rechtsform und Größe Ihres Unternehmens. Nur Angehörige der freien Berufebzw. Steuerpflichtige, die ihren Gewinn mittels Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR) ermitteln, sind ausgenommen.

Wir wollen Sie heute aktuell über diesen neuen elektronischen Kommunikationsweg zwischen Ihnen als Unternehmer und der Finanzverwaltung informieren. Gleichzeitig möchten wir Ihnen die wichtigsten neuen Begriffe erläutern, die Sie kennen müssen sowie nützliche Praxishinweise geben, wie Sie den neuen Kommunikationsweg effizient nutzen können..

Wichtige Begriffe

Die Bilanzdatenübermittlung erfolgt mittels des international verbreiteten Datensatzes XBRL. XBRL steht dabei für „eXtensible Business Reporting Language“. Die Datensätze, die sich aus einem Stammdaten-Modul (sog. GCD-Modul) und einem Jahresabschluss-Modul (sog. GAAP-Modul) zusammensetzen, müssen den Vorschriften der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung entsprechend aufbereitet werden. Dies erledigt in der Regel Ihre Buchungssoftware, die Sie sich im Zuge der Umstellung angeschafft haben

Pflichtfelder und Auffangpositionen

Das neue elektronische Formular ist mit vielfachen Pflichtfeldern ausgestaltet. Sie müssen sich das vorstellen wie eine Steuererklärung.. Darüber hinaus gibt es sog. Auffangpositionen. Diese können Sie nutzen, wenn ein bestimmter Sachverhalt nicht durch die in den Mussfeldern vorgegebene Differenzierung aus der Buchführung abgeleitet werden kann.

Mapping

Darüber hinaus sollten Sie sich noch mit dem Begriff „Mapping“ vertraut machen. Unter Mapping versteht man die Zuordnung der einzelnen Bilanzkonten zu den einzelnen Taxonomie-Positionen. Weitere Details zu weiteren Fachbegriffen erläutern wir Ihnen gerne.

Elektronisch zu übermittelnde Dokumente

Neben der Jahresbilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung, sind ebenfalls elektronisch zu übermitteln.

  • Bilanzen für die Eröffnung bzw. Gründung eines Betriebs,
  • Bilanzen anlässlich einer Betriebsveräußerung/Betriebsaufgabe,
  • Bilanzen anlässlich der Änderung der Gewinnermittlungsart oder in Verbindung mit Umwandlungsfällen aufzustellende Bilanzen sowie
  • Zwischenbilanzen, die auf den Zeitpunkt eines Gesellschafterwechsels aufgestellt werden. Letztere müssen als Sonderform einer Schlussbilanz ebenso wie
  • Liquidationsbilanzenn.

Freiwillig elektronisch übermittelt werden können u.a. die Kapitalflussrechnung, der Anlagenspiegel, der Eigenkapitalspiegel. Für Anhang, Lagebericht und Prüfbericht lässt die Finanzverwaltung in § 60 Abs. 3 der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung übrigens weiterhin die Übermittlung in Papierform (einer Abschrift) zu.

Wichtige zu klärende Punkte für die erstmalige Übermittlung Sofern die erstmalige elektronische Übermittlung für das Wirtschaftsjahr 2013 erstmalig erfolgt, ist folgende Grundsatzfrage zu klären: Soll eine gebuchte Steuerbilanz erstellt und elektronisch übermittelt werden? Oder soll alternativ eine Überleitungsrechnung auf Basis der Handelsbilanz erstellt werden?

Wie bisher schon im „Papierzeitalter“ können Sie entweder die Inhalte Ihrer Handelsbilanz (ergänzt um eine steuerliche Überleitungsrechnung) übermitteln oder eine eigene, gebuchte Steuerbilanz erstellen und diese elektronisch einreichen. Wir empfehlen Ihnen die letztgenannte Alternative. Denn die Finanzverwaltung verlangt im Ergebnis eine gebuchte Steuerbilanz. Die gebuchte E-Steuerbilanz verlangt zwar eine Zweikreisbuchhaltung bzw. es wird ein weiterer Buchungskreis erforderlich. Dies lässt sich jedoch durch einen geeigneten Softwareeinsatz leichter bewerkstelligen als Ansätze und Beträge anzupassen, die den steuerlichen Vorschriften nicht entsprechen.

Härtefallregelung

Abschließend möchten wir Sie auf die Möglichkeit einer Antragstellung der weiteren Abgabe Ihrer Bilanz in Papierform hinweisen. Ein Antrag setzt voraus, dass die elektronische Übermittlung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) wirtschaftlich oder persönlich unzumutbar ist. Sofern für Sie die elektronische Abgabe tatsächlich unüberwindbare Hürden bedeutet, sprechen Sie mit uns. Wir prüfen, ob wir für Sie gegenüber Ihrem Finanzamt die Papierbilanz weiterhin durchsetzen können.

Unser Angebot

Die Erstellung der E-Bilanz erfordert geeignetes Fachwissen. Mit der E-Bilanz sind i. d. R. Zuordnungstabellen und Buchungsanweisungen zu ergänzen, Wir stehen Ihnen wie bisher auch bei der elektronischen Anfertigung aller Bilanzen gerne zur Verfügung.

Nachfolgende Checkliste soll Ihnen als roter Faden für die erste und künftige Erstellung und Übermittlung der E-Bilanz gemeinsam mit uns dienen. Die Checkliste ersetzt nicht die individuelle Beratung, zumal die notwendigen Vorbereitungshandlungen von Betrieb zu Betrieb individuell sind. In einem Gespräch sollten wir die Details besprechen.

Bei Nichtabgabe einer elektronischen Bilanz kann es zur Androhung und ggf. Festsetzung von Zwangsgeld kommen. Und das können und sollten Sie vermeiden.

Checkliste zum neuen Jahresabschluss – E-Bilanz

ja nein
Ressourcen- und Budgetplanung
Wurden die personellen Ressourcen (neue Mitarbeiter einstellen, Mitarbeiterschulung) geplant und bestimmt? [ ] [ ]
Wurden die finanziellen Ressourcen (Bereitstellen der Mittel für neue EDV und/oder Software) geplant und bestimmt? [ ] [ ]
Aufträge an externe Dienstleister
Wurde abgesprochen, ob eine eigene Erstellung oder die Erstellung der E-Bilanz durch den Steuerberater erfolgen soll? [ ] [ ]
Ist eine Reparatur, Anpassung oder Erneuerung der Hard- und Software erforderlich? [ ] [ ]
Analyse des bisherigen Buchhaltungssystems
Wurde geklärt, ob die bisherige Software XBRL-fähig ist bzw. dafür aufgerüstet werden kann? [ ] [ ]
Wurde bisher eine Steuerbilanz erstellt oder eine Handelsbilanz mit Überleitungsrechnung?
Anpassung des bestehenden Buchhaltungssystems an neue Taxonomie-Positionen und Kontenplananalyse
Wurden alle bisherigen Konten der Papierbilanz auf die neuen Taxonomien angepasst? [ ] [ ]
Wurde geklärt, dass der Kontenplan mindestens alle Mussfelder abdeckt, ggf. der Kontenrahmen und dessen Umfang neu festgelegt? [ ] [ ]
Wurde die Verfügbarkeit aller neu benötigten Daten sichergestellt? [ ] [ ]
Wahl der Art der E-Bilanz (nach bisheriger Analyse)
Ist für eine gebuchte Steuerbilanz die Einrichtung eines weiteren Buchungskreises technisch möglich? [ ] [ ]
Wurde bei einer Handelsbilanz mit Überleitungsrechnung darauf geachtet, dass die Erstellung einer Gewinn- und Verlustrechnung mit steuerlichen Werten zwingend erforderlich ist? [ ] [ ]
Sonstiges
Wurde der Anpassungs-, Aktualisierungs- und Ergänzungsbedarf bei den Gesellschaftsverträgen festgestellt? [ ] [ ]
Wurde ggf. ein externer Controller für die laufende Buchhaltung eingesetzt? [ ] [ ]