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Einführung in die Buchhaltung - Buchhaltungskurs für Praktiker

Einführung in die Buchhaltung

Für Praktiker aus Unternehmen mit Buchungssätzen und Kontierungslexikon

Gültig ab 2008. Hier geht es zur alten Version. » Zurück zu stb-scheck.de

Buchhaltung

Inhalt

I. Grundlagen

Umsatzsteuer

II. Wie buche ich was? - Buchungssätze - Kontierungslexikon

Allgemein

Ausgaben

Lieferanten (Einkauf)

Sonstige Ausgaben

Reisekosten (Unternehmer, Arbeitnehmer)

Einnahmen/Verkauf

Anlagen

Privat

Finanzen

Personal

Jahresabschluss

Sonstiges


I. Grundlagen

Jeder Unternehmer muss spätestens am Jahresende seinen Gewinn ermitteln, regelmäßig eine Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt senden sowie Geschäftsvorfälle dokumentieren und wertmäßig erfassen. Dies alles leistet eine Buchhaltung - und natürlich noch einiges mehr.

Ausgehend von der Bilanz zeigen wir Ihnen, wie eine Buchhaltung aufgebaut ist, wie Gewinn und Verlust ermittelt werden, warum es Konten gibt und wie Sie selbstständig Buchungssätze formulieren. Auch wenn Sie ihren Gewinn mittels Einnahme-Überschuss-Rechnung ermitteln, sollten Sie dieses Kapitel unbedingt lesen.

Was ist eine Bilanz?

Die Grundlage der doppelten Buchführung ist die Bilanz. Aus ihr leiten sich alle weiteren Begriffe ab. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie das Prinzip der Bilanz verstanden haben, bevor Sie sich den anderen Themen zuwenden.

Eigentlich ist es ganz einfach:

  • Die Bilanz hat zwei Seiten.
  • Auf der linken Seite (Aktiva) werden die Vermögenswerte aufgelistet.
  • Auf der rechten Seite (Passiva) stehen die Schulden (=Fremdkapital) und der Wert der Firma (=Eigenkapital).
  • Die Summe der rechten Seite ist immer gleich der Summe auf der linken Seite.

Das bedeutet: Eigenkapital = Vermögen - Schulden.

Diese Einführung ist für Nutzer der Online Buchhaltungssoftware Collmex gedacht. Auch wenn Sie kein Collmex Kunde sind, können Sie die öffentlich zugängliche Testversion kostenlos und ohne Registrierung benutzen. In der offenen Testversion arbeiten Sie gleichzeitig mit allen anderen Nutzern an denselben Daten. Dies sollten Sie berücksichtigen, falls plötzlich Belege auftauchen, die Sie gar nicht gebucht haben. Nachts werden alle Belege wieder gelöscht und durch unsere Testdaten ersetzt.
Das folgende Beispiel zeigt die Bilanz aus der Testversion. Bitte starten Sie parallel die Testversion. Die Daten können etwas abweichen, falls heute schon jemand gebucht hat.

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Gewinn und Verlust (GuV)

Für den Unternehmer ist die wichtigste Information zweifellos die über Gewinn oder Verlust des Unternehmens. Diese Information verbirgt sich hinter der Position "Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag". Das ist die Gewinn- und Verlustrechung. In ihr werden Aufwendungen und Erträge gegenübergestellt. Klicken Sie in der Testversion nun auf den Betrag!

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Von der Bilanz zum Konto

Jeder Bilanzposten ist eine Zusammenfassung mehrerer so genannter Konten. Welche Konten hinter einem Bilanzposten stehen, können Sie bei Collmex ganz einfach feststellen: Klicken Sie auf den Betrag eines Postens! Sie bekommen nun alle Konten mit den Summen angezeigt (Die Summe eines Kontos nennt man Saldo).

  • Bestandskonten: Konten die in die Bilanz eingehen, nennt man Bestandskonten.
  • Aufwands- und Ertragskonten: Konten, die in die GuV eingehen, nennt man Aufwands- und Ertragskonten.

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Wofür gibt es Konten?

Alle Geschäftsvorfälle in einem Unternehmen werden auf Konten gebucht. Da ein Bilanzposten nur die Summe der enthaltenen Konten ist, wirken sich die Buchungen direkt auf die Bilanz aus. Bei jedem Geschäftsvorfall wird in der Buchhaltung dokumentiert, wie die Werte gewandelt werden. Wenn Sie z.B. ein Auto mit Bargeld kaufen, haben Sie den Wert des Bargelds in den Wert eines Autos gewandelt. Wenn Sie das Auto zu Schrott fahren, ist der Wert des Autos gleich dem Verlust der dadurch entsteht. Jeder Geschäftsvorfall hat also immer zwei Seiten: "Von woher" und "nach wohin" ein Wert gewandelt wurde. Daher kommt der Begriff "doppelte" Buchführung.

Wie die Bilanz hat jedes Konto eine rechte und eine linke Seite: Die linke Seite nennt man "Soll" und die rechte Seite "Haben". Unter diesen Begriffen dürfen Sie sich nichts, aber auch gar nichts vorstellen. Vor allem haben diese Begriffe nichts mit dem zu tun, was auf Ihrem Kontoauszug als "Soll" und "Haben" ausgewiesen ist. Dies ist ganz wichtig für das Verständnis. Nehmen Sie die Begriffe einfach so hin. Konten werden in sog. T-Form dargestellt (s. Bild).

Der Kontenrahmen ist ein Verzeichnis aller Konten für die Buchführung. In Deutschland werden meist die Standardkontenrahmen der Datev verwendet. Damit sollen einheitliche Buchungen von gleichen Geschäftsvorfällen erreicht und zwischenbetriebliche Vergleiche ermöglicht werden. Die am häufigsten verwendeten Kontenrahmen der Datev sind der SKR03 und der SKR04.

 Collmex-Praxis

In Collmex stehen beide Kontenrahmen SKR03 und SKR04 zur Auswahl. Viele Konten sind bereits angelegt. Bei Bedarf legen Sie weitere Konten an unter Berücksichtigung des von der Datev vorgegebenenen Standards.

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Auf welche Seite des Kontos wird gebucht?

Es gilt folgende Regel:

  • Steht das Konto auf der linken Seite der Bilanz, wird eine Mehrung links gebucht, eine Minderung rechts.
  • Steht das Konto auf der rechten Seite der Bilanz, wird eine Mehrung rechts gebucht, eine Minderung links.
  • Der Betrag, der links gebucht wird, muss gleich dem Betrag sein, der rechts gebucht wird (Dies ergibt sich aus der Regel, dass in der Bilanz die linke Seite immer gleich der rechten Seite sein muss).

Wichtig: Aufwands- und Ertragskonten gehen in die GuV ein und gehören zum Eigenkapital. Das Eigenkapital steht rechts in der Bilanz. Damit stehen alle Aufwands- und Ertragskonten rechts. Betrieblicher Aufwand mindert das Eigenkapital, wird also links gebucht. Betrieblicher Ertrag mehrt das Eigenkapital, wird also rechts gebucht.

BEISPIEL: Sie kaufen Briefmarken für 50 € und bezahlen mit Bargeld.

  • Das Konto "Kasse" steht links in der Bilanz. Es findet eine Minderung statt => Konto "Kasse" wird rechts gebucht.
  • Das Konto "Porto" ist ein Aufwandskonto und steht damit rechts in der Bilanz. Es findet eine Minderung des Eigenkapitals statt => Konto "Porto" wird links gebucht.

BEISPIEL: Sie nehmen einen Kredit in Höhe von 10.000,- für einen Autokauf auf. Die Bank überweist Ihnen das Geld auf ihr Bankkonto.

  • Das Konto "Bank" steht links in der Bilanz. Es findet eine Mehrung statt => Konto "Bank" wird links mit 10.000,- gebucht.
  • Das Konto "Verbindlichkeiten" steht rechts in der Bilanz. Es findet eine Mehrung statt => das Konto "Verbindlichkeiten" wird rechts gebucht.

BEISPIEL: Sie kaufen das Auto für 11.900,-. per Banküberweisung. Für den Kauf fallen 19% Umsatzsteuer an.

  • Das Konto "Bank" steht links in der Bilanz. Es findet eine Minderung statt => Konto "Bank" wird rechts mit 11.900,- gebucht.
  • Das Konto "PKW" zählt zum Anlagevermögen und steht links in der Bilanz. Es findet eine Mehrung statt => das Konto "PKW" wird links gebucht.
  • Das Konto "Vorsteuer" zählt zu den Forderungen (Finanzamt schuldet Ihnen etwas) und steht links in der Bilanz. Es findet eine Mehrung statt => das Konto "Vorsteuer" wird links gebucht.

Im Prinzip war´s das schon. Mehr ist eigentlich nicht dahinter. In der Praxis ergeben sich natürlich jede Menge Detailfragen (z.B. wie ein Geschäftsvorfall gebucht wird), aber das Prinzip der Buchhaltung ist damit schon erklärt.

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Einnahme-Überschuss-Rechnung

Nicht jeder Unternehmer muss bilanzieren. In vielen Fällen reicht eine vereinfachte Form, die so genannte Einnahme-Überschuss-Rechnung. Wer welche Gewinnermittlungsart anwenden muss, entnehmen Sie dem » Merkblatt.

Bei der Einnahme-Überschuss-Rechnung werden Betriebseinnahmen und -ausgaben gegenübergestellt. Die Veränderung von Bestandswerten (Bankguthaben, Warenbestände, Forderungen, Verbindlichkeiten usw.) müssen nicht erfasst werden. Die Betriebseinnahmen und -ausgaben wirken sich erst dann auf den Gewinn aus, wenn das Geld tatsächlich geflossen ist. Das ist bei:

  • Barzahlung: Zeitpunkt der Zahlung
  • Überweisung: Einreichung der Überweisung bei der Bank. Wenn dies am 31.12.2007 erfolgte, kann die Rechnung noch in das Jahr 2007 gebucht werden.
  • Scheck: Zeitpunkt der Scheckübergabe
  • Kreditkarte: Der Tag, an dem mit der Karte gezahlt wurde (Datum auf dem Kartenzahlungsbeleg).
  • Paypal: Tag, an dem die Zahlung Ihrem Paypal-Konto gutgeschrieben wurde.

Ausgaben: Hier werden solche Ausgaben unterschieden, die sich sofort als Betriebsausgaben auf den Gewinn auswirken (z.B. Werbungskosten) und solche, die zunächst nicht auf den Gewinn auswirken (z.B. Anlagenkauf).

BEISPIEL: Sie bezahlen eine Rechnung im Januar, die Sie im Dezember erhalten haben. Die Ausgabe wirkt sich in der Einnahme-Überschuss-Rechnung im neuen Jahr aus, da Sie erst im Januar gezahlt haben. Im Gegensatz dazu wird die Ausgabe bei der Bilanzierung schon zum Vorjahr gezählt.

In der Regel wird deshalb nur die Zahlung erfasst. Zu beachten ist allerdings, dass die Umsatzsteuer in bestimmten Fällen schon bei der Rechnungsstellung fällig wird. Damit diese auf der Umsatzsteuer-Voranmeldung ausgewiesen werden kann, muss die Rechnung als Forderung erfasst werden (nicht möglich mit Collmex buchhaltung light).

Folgende Geschäftsvorfälle wirken sich auf den Gewinn aus und müssen deshalb in der Buchhaltung erfasst werden:

  • Betriebseinnahmen
  • Betriebsausgaben
  • Privatentnahmen
  • Abschreibungen auf Anlagegüter (siehe dazu das Kapitel Anlagen)

 Collmex-Praxis

Die Einnahme-Überschuss-Rechnung ist mit allen Collmex-Produkten möglich. Dahinter steht aber immer - auch wenn das nicht erforderlich ist - eine doppelte Buchführung.

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Zusammenfassung

Das war's schon. Ist doch gar nicht so schwer. Oder? Hier noch einmal das wichtigste in Kürze:

  • Bilanz: Links steht das Vermögen, rechts Schulden und Eigenkapital.
  • Hinter dem Bilanzposten "Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag" (rechte Seite!) steckt die GuV. Er gehört zum Eigenkapital.
  • Ein Bilanzposten/GuV-Posten ist die Summe der darin enthaltenen Kontensalden.
  • Wie die Bilanz hat auch ein Konto zwei Seiten. Die linke Seite nennt man "Soll", die rechte "Haben".
  • Steht das Konto auf der linken Seite der Bilanz wird eine Mehrung links gebucht, eine Minderung rechts.
  • Steht das Konto auf der rechten Seite der Bilanz, wird eine Mehrung rechts gebucht, eine Minderung links.

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2. Umsatzsteuer

Das Prinzip der Umsatzsteuer

Als Nicht-Unternehmer ist man mit der Umsatzsteuer wenig konfrontiert - außer natürlich dass man sie bezahlen muss. Von diesem Vorgang merkt der Endverbraucher jedoch nichts, weil die Unternehmen die Umsatzsteuer direkt an das Finanzamt abführen. Wenn ein Unternehmen Waren oder Dienstleistungen einkauft, kann es dafür die bezahlte Umsatzsteuer gegenrechnen.

BEISPIEL: Sie kaufen Waren für 119,- € (100,- € + 19,- € USt.) und verkaufen die Ware für 178,50 € (150,- €+ 28,50 € USt.) weiter. Bezahlt haben Sie 19,- € Umsatzsteuer. Ihrem Kunden haben Sie 28,50 € in Rechnung gestellt. An das Finanzamt muss nur die Differenz (= 9,50 €) abgeführt werden - also die Steuer auf den "Mehrwert" (= 50,- €). Daher kommt der Begriff Mehrwertsteuer.

Mehrwertsteuer ist der umgangssprachliche Begriff für die Umsatz- und die Vorsteuer. Beim Verkauf spricht man von Umsatzsteuer, beim Einkauf von Vorsteuer.

BEISPIEL: Sie kaufen Waren für ihr Unternehmen. Der Verkäufer stellt Ihnen Umsatzsteuer in Rechnung. Diese muss er an das Finanzamt abführen. Für Sie handelt es sich um Vorsteuer, die Sie sich vom Finanzamt zurückholen können.

Die eingenommene Umsatzsteuer und die bezahlte Vorsteuer rechnen Sie regelmäßig mit dem Finanzamt ab. Das heißt Umsatzsteuer-Voranmeldung und wird im Punkt 1.1.4 besprochen.

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Fachbegriffe im Bereich Umsatzsteuer


Das Prinzip der Umsatzsteuer ist zwar recht einfach. Im Detail gibt es aber viele Sonderfälle und Ausnahmen. Das Umsatzsteuergesetz ist berüchtigt für seine Komplexität. In der Praxis ist man meist aber nur von wenigen Regelungen betroffen.

Wir haben hier einige Begriffe zusammengestellt, die ihnen früher oder später über den Weg laufen werden. Sie brauchen jetzt noch nicht alles zu verstehen. Lesen Sie sich es einfach einmal durch:

Steuerbar / Nicht steuerbar Wenn ein Umsatz für die Umsatzsteuer relevant ist, nennt man den Umsatz steuerbar, andernfalls nicht steuerbar.
Sonstige Leistung Dienstleistungen heißen im Steuerjargon sonstige Leistungen. Nicht steuerbar sind z.B. sonstige Leistungen, die ein Unternehmer im Ausland erbringt.
Lieferung Im Gegensatz dazu ist mit einer Lieferung immer eine Warenlieferung gemeint.
Bemessungsgrundlage Der Nettowert der Ware oder Leistung wird Bemessungsgrundlage genannt, da ausgehend davon die Steuer berechnet wird.
Drittland Alle Länder, die nicht der EU angehören.
Ausfuhrlieferung Eine Lieferung in ein Drittland nennt man Ausfuhrlieferung
Steuerbefreit Ein steuerbarer Umsatz kann steuerbefreit sein. Eine Ausfuhrlieferung ist z.B. steuerbefreit. Es muss keine Umsatzsteuer abgeführt werden.
Übriges Gemeinschaftsgebiet Alle Länder die der EU angehören, ausser Deutschland.
Innergemeinschaftliche Lieferung Lieferungen an Unternehmen (nicht Privatpersonen!) im übrigen Gemeinschaftsgebiet. Auch diese sind steuerbefreit.
Umgekehrte Steuerschuld In manchen Fällen ist der Leistungsempfänger (=Kunde) steuerpflichtig - bisher hatten wir nur die Fälle, bei denen der Lieferant steuerpflichtig ist. Wenn Sie Ware einkaufen, müssen Sie in diesem Fall die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen! Meistens kann jedoch derselbe Betrag wieder als Vorsteuer geltend gemacht werden. Es ist also ein Nullsummenspiel. Die Beträge müssen jedoch in der Umsatzsteuer-Voranmeldung ausgewiesen werden und müssen deshalb verbucht werden.
Innergemeinschaftlicher Erwerb Lieferungen von Unternehmen im übrigen Gemeinschaftsgebiet. Dabei ist der Leistungsempfänger steuerpflichtig.
Einfuhr Für Lieferungen aus Drittländern muss Einfuhrumsatzsteuer bezahlt werden. Dabei ist der Leistungsempfänger steuerpflichtig.
Leistungen im Sinne des §13b UStG Beim Bezug von sonstigen Leistungen aus dem Ausland oder von Bauleistungen (auch aus dem Inland) ist der Leistungsempfänger steuerpflichtig.

Verwirrt? Das ist ganz normal. Man gewöhnt sich mit der Zeit an die Begriffe und für den Start muss man wirklich nicht alles wissen!

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Kleinunternehmer-Regelung

Kleinunternehmer müssen keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, können aber auch keine Vorsteuer geltend machen. Sie müssen keine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben. Auf den von Ihnen ausgestellten Rechnungen darf keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden. Das ganze heißt Nullbesteuerung. Die Nullbesteuerung ist keine Pflicht. Dem Unternehmer steht es frei, eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben oder nicht. An diese Entscheidung ist er aber für fünf Jahre gebunden.

Ausnahme: Bei umgekehrter Steuerschuld (z.B. innergemeinschaftlicher Erwerb, Bezug von sonstigen Leistungen aus dem Ausland) ist der Kleinunternehmer als Leistungsempfänger trotzdem steuerpflichtig und muss die Umsatzsteuer abführen! Sofern die Beträge nicht zu hoch sind, reicht in den meisten Fällen die Abgabe der Umsatzsteuererklärung nach Ablauf des Geschäftsjahres.

Anmerkung: Dies ist übrigens ein schönes Beispiel dafür, wie eine "Vereinfachungsregelung" die Komplexität erhöht. Aus der Sicht des Kleinunternehmers ist es wirklich nicht einfach zu verstehen, dass er trotz Umsatzsteuerbefreiung in bestimmten Fällen umsatzsteuerpflichtig ist und eine Umsatzsteuererklärung abgeben muss!

Vorsicht Existenzgründer! Wenn Sie am Anfang mehr einkaufen als verkaufen, lohnt sich das Ganze unter Umständen nicht!

Wann jemand Kleinunternehmer ist, definiert das » Umsatzsteuergesetz (§ 19)

 Collmex-Praxis

Wenn Sie ausschließlich steuerfreie Lieferungen oder Leistungen in Rechnung stellen, gehen Sie wie folgt vor: Im Menü Verwaltung unter dem Menüpunkt Geschäftsjahre anzeigen, ändern aktivieren Sie das Kontrollkästchen Keine Umsatz- und Vorsteuer (Nullbesteuerung). In den Buchungsvorlagen werden die Konten für die Umsatzsteuer und Vorsteuer dann automatisch entfernt und auf der Rechnung wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

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Steuerfreie Lieferungen und Leistungen

Wie bereits erwähnt, gibt es Lieferungen und Leistungen, die von der Umsatzsteuer befreit sind. Welche das sind, sagt der § 4 des Umsatzsteuergesetzes (UStG).

Auf der Rechnung muss der Grund für die Steuerbefreiung ausgewiesen sein.

 Collmex-Praxis

Collmex buchhaltung basic, basic, plus & pro: Um eine steuerfreie Lieferung oder Leistung in Rechnung zu stellen, legen Sie zunächst ein Produkt an und wählen als Steuersatz 0 %. Möchten Sie nur den Erlös buchen, sieht das so aus:

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 8200 4200 Erlöse

Collmex buchhaltung light: Zur Buchung von steuerfreien Erlösen wählen Sie die Buchungsvorlage Steuerfreie Erlöse.

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Wann wird die Umsatzsteuer fällig?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

Die Regel ist die Sollbesteuerung. Die Istbesteuerung kann beim Finanzamt beantragt werden, sofern gewisse Umsatz- und Gewinngrenzen nicht überschritten werden.

Ist-Versteuerung Soll-Versteuerung
Einnahme-Überschuss-Rechnung
Betriebseinnahme in Gewinnermittlung: bei Geldeingang
Umsatzsteuer abführen: bei Geldeingang
Betriebseinnahme in Gewinnermittlung: bei Geldeingang
Umsatzsteuer abführen: bei Rechnungsausgang
Bilanz mit GuV
Betriebseinnahme in Gewinnermittlung: bei Rechnungsausgang
Umsatzsteuer abführen: bei Geldeingang
Betriebseinnahme in Gewinnermittlung: bei Rechnungsausgang
Umsatzsteuer abführen: bei Rechnungsausgang

Ausnahme Vorsteuer: Die Behandlung der Vorsteuer ist gleich - egal, ob Sie Ist- oder Soll-Versteuerung haben. Die Vorsteuer können Sie vom Finanzamt zurückfordern, sobald Sie die Rechnung erhalten haben, auch wenn die Rechnung noch nicht bezahlt wurde.

BEISPIEL Sollbesteuerung: Sie haben im Januar Rechnungen für 119.000 € geschrieben. Die darin enthalten Umsatzsteuer beträgt 19.000 €. Diese Rechnungen wurden aber noch nicht bezahlt. Außerdem haben Sie Waren im Wert von 23.800 € gekauft. Die enthaltene Vorsteuer beträgt 3.800 €. Die Rechnung für die Waren haben Sie noch nicht bezahlt. Sie haben also Rechnungen geschrieben und Rechnungen erhalten, aber es ist noch kein Geld geflossen. Trotzdem müssen Sie die berechneten Umsatz- und Vorsteuern mit dem Finanzamt abrechnen und den Differenzbetrag (19.000 - 3.800 = 15.200) bezahlen. Sie leisten also eine Vorauszahlung.

 Collmex-Praxis

  • Collmex buchhaltung basic, Collmex basic, plus, pro & verein: Unter dem Menüpunkt FirmaGeschäftsjahre anzeigen, ändern wählen Sie in dem gleichnamigen Feld die Art der USt. Besteuerung aus. Beim Anlegen der Umsatzsteuer-Voranmeldung wird dies dann entsprechend berücksichtigt.
  • Collmex buchhaltung light: Hier ist nur die Ist-Besteuerung möglich. Es muss nichts eingestellt werden.

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Umsatzsteuer-Voranmeldung

Bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung werden die gezahlten Vorsteuern mit den eingenommenen Umsatzsteuern verrechnet. Haben Sie mehr Vorsteuer gezahlt als Umsatzsteuer eingenommen, erstattet Ihnen das Finanzamt die Differenz zurück. Im umgekehrten Fall zahlen Sie die Differenz an das Finanzamt.

Die meisten Unternehmer müssen, innerhalb von zehn Tagen nach Ablauf des Kalendermonats oder des Quartals eine Umsatzsteuer-Voranmeldung beim Finanzamt einzureichen. Dies muss seit 2005 elektronisch erfolgen.

Ob Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung vierteljährlich, monatlich oder jährlich abgeben müssen, teilt Ihnen das Finanzamt mit und hängt von der Vorjahressteuer ab. Existenzgründer müssen in den ersten zwei Jahren ihre Voranmeldung monatlich einreichen. » Umsatzgesetz (§ 18)

Dauerfristverlängerung: Für die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung kann eine Dauerfristverlängerung beantragt werden. Wird diese erteilt, kann die Voranmeldung einen Monat nach der üblichen Frist eingereicht werden.
Unternehmer, die zur monatlichen Abgabe einer Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichtet sind, müssen eine Sondervorauszahlung leisten. Die Höhe der Vorauszahlung beträgt 1/11 der Summe aller im Vorjahr geleisteten Vorauszahlungen. BEISPIEL: Die Summe der geleisteten Vorauszahlungen des Vorjahres betrug 110.000 €. Dann beträgt die Sondervorauszahlung 10.000 €.

Die Voranmeldungen sind jedoch nur die Grundlage für die Vorauszahlungen. Nach Ablauf des Geschäftsjahres müssen Sie deshalb die Umsatzsteuererklärung einreichen. Die Umsatzsteuererklärung ist keine Voranmeldung und kann in Papierform abgegeben werden. Sie ist die Grundlage für die endgültige Festsetzung der Umsatzsteuer.

 Collmex-Praxis

Unter dem Menüpunkt Auswertungen bzw. USt.Voranmeldung können Sie ihre Umsatzsteuer-Voranmeldungen erstellen und an das Finanzamt senden. Bevor Sie eine Umsatzsteuer-Voranmeldung versenden können, müssen Sie unter dem Menüpunkt Firma ihre Steuernummer und die Nummer des Finanzamtes eingeben.

Was ist zu tun?

  1. Alle Belege für den Zeitraum buchen. Den relevanten Konten ist das ein Feld des Voranmeldungs-Formulars zugeordnet. Das Programm füllt dann die Formularfelder anhand der auf den Konten gebuchten Belege.
  2. Umsatzsteuer-Voranmeldung erstellen und senden.
  3. Nach erfolgter Zahlung bzw. Rückerstattung muss der Betrag gebucht werden.

Umsatzsteuervorauszahlung (Buchungsvorlage in der Gruppe 'Ausgaben')

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 1780 3820 Umsatzsteuer - Vorauszahlungen

Umsatzsteuerrückerstattung (Buchungsvorlage in der Gruppe 'Einnahmen')

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 1780 3820 Umsatzsteuer - Vorauszahlung

Dauerfristverlängerung

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 1781 3830 Umsatzsteuer - Vorauszahlungen 1/11

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Umsatzsteuer in Rechnung stellen: Die Rechnung

Wenn Sie Rechnungen erstellen oder erhalten, achten Sie unbedingt darauf, dass diese den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Lesen Sie dazu » Umsatzgesetz (§ 14). Sind Rechnungen unvollständig, ist kein Vorsteuerabzug möglich. Das bedeutet im Ernstfall, dass Sie nach einer Steuerprüfung, erstattete Vorsteuer wieder zurückzahlen müssen.

 Collmex-Praxis

Bevor Sie zum ersten Mal eine Rechnung erstellen, achten Sie bitte darauf, dass die folgenden Angaben im Programm korrekt hinterlegt sind:

  • Menüpunkt Firma: Name, Adresse, Umsatzsteuer-Id. (bzw. Steuernummer) & Bankverbindung ihrer Firma; Baudienstleister
  • Menüpunkt Geschäftsjahr: Art der Besteuerung bei Nullbesteuerung: Aktivierung des entsprechenden Kontrollkästchens
  • Menüpunkt Kunde: Name und Adresse des Kunden, eventuell Kundenvereinbarungen

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II. Wie buche ich was? - Kontierungslexikon

Allgemein

Buchungsablauf in der Praxis

In der Praxis werden alle Originalbelege gesammelt und dann mit Hilfe des Kontoauszugs auf einen Rutsch eingebucht. Die meisten schieben das so lange vor sich her, bis es nicht mehr länger geht - also die Umsatzsteuervoranmeldung fällig wird. Allein schon wegen der Menge an Belegen geht das natürlich nur in kleinen Unternehmen.

Bevor wir aber mit der Erklärung des Buchungsablaufs beginnen, müssen noch einige Begriffe erklärt werden:

Originalbeleg In der Buchhaltung gilt der Grundsatz "Keine Buchung ohne Beleg". Mit Beleg ist hier der Originalbeleg gemeint, wie z.B. eine Rechnung bzw. der Kontoauszug. Auf dem Originalbeleg sind normalerweise der Betrag und das Belegdatum ausgewiesen. Die Originalbelege müssen aufbewahrt werden.
Ist Ihnen ein Originalbeleg verloren gegangen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie bitten den Aussteller des Belegs, Ihnen eine Kopie zukommen zu lassen. Ist das nicht möglich, wie z.B. bei Tankbelegen, erstellen Sie einen Ersatzbeleg: Die Form ist dabei nicht wichtig. Er kann auch von Hand geschrieben sein. Er muss aber dieselben Informationen enthalten wie ein Originalbeleg. Außerdem muss der Ersatzbeleg unterschrieben werden.
Buchhaltungsbeleg Ist ein Originalbeleg für die Buchhaltung relevant, wird er in der Buchhaltung verbucht. Dabei entsteht der Buchhaltungsbeleg. Dieser ist das Spiegelbild des Originalbelegs in der Buchhaltung. Collmex vergibt für den Buchhaltungsbeleg automatisch eine fortlaufende Nummer.

Für jeden Buchhaltungsbeleg muss ein entsprechender Originalbeleg vorhanden sein. Die Nummer des Buchhaltungsbelegs wird auf dem Originalbeleg notiert. Damit hat man eine eindeutige Zuordnung zwischen den beiden Belegen.

Wie sieht das in der Praxis aus? Grundlage für die Buchungen bilden normalerweise der Kontoauszug und der angesammelte Stapel an Originalbelegen.

Zuerst wird der Kontoauszug gebucht: Jede Kontobewegung wird zeitlich sortiert abgearbeitet und in der Buchhaltung verbucht. Sofern es für die Kontobewegung einen Originalbeleg gibt, notieren Sie auf dem Originalbeleg und dem Kontoauszug die Nummer des Buchhaltungsbelegs und heften sie beides ab. Anschließend buchen Sie die Barbelege. Das sind die Belege, die Sie bar bezahlt haben oder für die Sie bar bezahlt wurden.

BEISPIEL 1: Sie haben für Ihren Geschäftswagen Benzin gekauft und mit Karte bezahlt. Der Betrag wurde von Ihrem Geschäftskonto abgebucht. Die Zahlung buchen Sie als Kfz-Kosten und notieren die von Collmex vergebene Belegnummer auf dem Tankbeleg sowie auf dem Kontoauszug. Den Tankbeleg heften Sie ab.

BEISPIEL 2: Ein Kunde bezahlt eine Rechnung per Banküberweisung. Für diesen Vorgang ist der Kontoauszug der einzige Originalbeleg. Sie buchen unter "Forderungen -> Zahlung Kundenrechung" den Zahlungseingang und notieren auf dem Kontoauszug die Nummer des Buchhaltungsbelegs.

Wenn Sie mit dem Kontoauszug fertig sind, sollten Sie auf jeden Fall überprüfen, ob der Saldo des Kontoauszugs mit dem Saldo des Kontos in der Buchhaltung übereinstimmt. So sind sie sicher, dass alles richtig verbucht wurde ("Belege -> Salden anzeigen").

Wenn der Kontoauszug gebucht ist, sind hoffentlich schon die meisten Originalbelege abgearbeitet. Übrig bleiben in den meisten Fällen nur noch nicht bezahlte Lieferantenrechnungen. Wenn Sie eine Lieferantenrechnung erhalten ist dies ein separater Geschäftsvorfall, den Sie als Verbindlichkeit in die Buchhaltung übernehmen. Ist die Rechnung dann zur Zahlung fällig, überweisen Sie den Betrag. Die Zahlung ist dann wieder ein Geschäftsvorfall, den Sie beim Buchen des Kontoauszugs in die Buchhaltung übernehmen. Wird eine Rechnung direkt bezahlt, reicht es - wie z.B. beim Benzinbeleg - nur die Zahlung zu buchen.

Nachdem auch die restlichen Originalbelege abgearbeitet sind, bleibt evt. noch ein handschriftliches Kassenbuch, das in die Buchhaltung übernommen werden muss.

Wenn alle Belege für den Monat eingebucht sind, legen Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung an und schicken Sie sie an das Finanzamt. Fertig - jetzt können Sie sich wieder Ihrer eigentlichen Arbeit widmen!

Zusammenfassung:

  • Keine Buchung ohne Beleg: Dem Buchhaltungsbeleg muss ein Originalbeleg zugeordnet werden.
  • Die Originalbelege müssen aufbewahrt werden.
  • Die Buchungen erfolgen anhand der Kontoauszüge und der Originalbelege

Arbeitsablauf

  1. Belege sammeln und thematisch sortieren
  2. Buchen
  3. Belegnummer auf dem Originalbeleg notieren (auf Kontoauszug und z.B. auf der Lieferantenrechnung)
  4. Kontoauszüge abheften
  5. Die übrigen Originalbelege aufsteigend abheften

 Collmex-Praxis

In Collmex buchhaltung basic basic, plus und pro importieren Sie den Kontoauszug von der Bank direkt über HBCI (Home Banking Computer Interface) in das Programm. Die Bankumsätze dienen als Grundlage für die Belegbuchung. Solange noch nicht gebuchte Bankumsätze vorhanden sind, wird der Bankumsatz beim Belege buchen eingeblendet. Betrag und Belegtext wird aus dem Bankumsatz übernommen. Sie brauchen nur noch die passende Buchungsvorlage anzuklicken und auf "buchen" zu drücken. Die Zuordnung zum Buchhaltungsbeleg ist im Kontoumsatz sichtbar. Soll ein Bankumsatz nicht gebucht werden, klicken Sie in dem eingeblendeten Bankumsatz auf den Betrag. Sie kommen in die Detailsicht zum Bankumsatz und können im Bankumsatz "nicht buchen" markieren.

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Eröffnungsbuchungen (nicht zwingend bei Einnahme-Überschuss-Rechnung)

Wenn Sie Collmex zum ersten Mal einsetzen, sind so genannte Eröffnungsbuchungen erforderlich, mit denen die momentanen Bestände ihres Unternehmens erfasst werden. Die Basis für diese Buchungen bildet das so genannte Inventar bzw. die Saldenlisten des vorangegangenen Jahres.

Die Eröffnungsbuchungen müssen sie nicht unbedingt als erstes buchen. Über das Belegdatum steuern Sie, wann die Buchung wirksam ist. Sie können auch in der Mitte des Jahres noch Belege zum 1.1. buchen. Für den Anfang empfiehlt es sich, nur Kasse und Bankbestand zu erfassen und dann mit der Buchung der laufenden Geschäftsvorfälle zu beginnen. Wenn Sie etwas mehr Erfahrung haben, können die anderen Bestände erfasst werden.

Die Eröffnungsbuchungen führen Sie unter Belege -> Belege buchen -> Eröffnung aus.

Alle Posten, die auf der linken Seite der Bilanz stehen, sind im Soll zu buchen:

  • Grundstücke und Bauten (Vor der Buchung müssen diese Gegenstände als Anlage erfasst werden - siehe Anlagen verwalten.)
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung (Vor der Buchung müssen diese Gegenstände als Anlage erfasst werden - siehe Anlagen verwalten.)
  • Vorräte
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
  • Kasse
  • Bankguthaben

Alle Posten, die auf der rechten Seite der Bilanz stehen, werden im Haben gebucht:

  • Eigenkapital (Differenz zwischen Vermögen und Schulden)
  • Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Verbindlichkeiten

Die Gegenbuchungen erfolgen auf das Konto Saldenvorträge. Wenn Sie unterjährig das Buchhaltungsprogramm wechseln, verwenden Sie stattdessen das Summenvortragskonto (9090).

Eine Ausnahme sind offene Kundenrechnungen bei Ist-Besteuerung aus dem alten Jahr: Da beim Zahlungseingang im Folgejahr die Umsatzsteuer über das Erlöskonto des zugeordneten Rechnungsbelegs im alten Jahr bestimmt wird, muss die Kundenrechnung zuerst wie eine normale Rechnung über Kunde → Kundenrechnung mit Erlösen und Steuern gebucht werden.

Damit Sie die Saldenvorträge möglichst einfach erfassen können, buchen Sie die Summe der Erlöse und Steuern aus den offenen Kundenrechnungen in einem zweiten Schritt zum 31.12. wieder auf das Konto 9000 um.

BEISPIEL: Es existieren noch 10 offene Kundenrechnungen (je 119,00 € inkl. 19 % Ust. x 10 = 1.190,00 €) aus dem alten Jahr

1. Buchung der einzelnen Rechnungen. Das Belegdatum ist jeweils das Rechnungsdatum.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1400 1200 Forderungen aus Lieferanungen und Leistungen 119,00
Haben 8400 4400 Erlöse 19 % Ust. 100,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 19,00

2. Umbuchung der Summe aller 10 Rechnungen

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 8400 4400 Erlöse 19 % Ust. 1.000,00
Soll 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 190,00
Haben 9000 9000 Saldenvorträge 1.190,00

Als Ergebnis muss der Saldo des Kontos 9000 Null sein und die Salden aller Konten am 31.12. müssen mit der alten Buchhaltung übereinstimmen.

 Collmex-Praxis

Für die Eröffnungsbuchungen stehen in Collmex eigene Buchungsvorlagen in der Vorlagengruppe Eröffnung zur Verfügung.

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Offene Posten verwalten

Ein offener Posten ist eine Rechnung, die noch nicht bezahlt wurde. Die Verwaltung offener Posten hat den großen Vorteil, dass Sie jederzeit einen Überblick über Ihre Forderungen und Verbindlichkeiten haben. Das heißt, Sie wissen genau, was Sie noch bezahlen müssen und welche Rechnungen Ihre Kunden noch nicht bezahlt haben.

Und so funktioniert es:

Es sind zwei Buchungen erforderlich:

  1. Buchung der Rechnung
  2. Buchung der Zahlung

- Buchungsvorschlag Verkauf

1. Rechnung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1400 1200 Forderungen aus Lieferanungen und Leistungen
Haben 8400 4400 Erlöse 19 % Ust.
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 %

Das Belegdatum entspricht dabei dem Rechnungsdatum.

2. Zahlung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lieferanungen und Leistungen

Das Belegdatum entspricht dabei dem Datum des Zahlungseingangs.

Hat Ihnen Ihr Kunde mehr gezahlt, buchen Sie den Mehrbetrag entweder als Erlös oder Sie schreiben dem Kunden den Betrag gut. Dabei entsteht eine negative Forderung, die Sie entweder mit der nächsten Rechnung verrechnen oder Sie überweisen dem Kunden den Betrag zurück.

BEISPIEL: Sie haben Ihrem Kunden 119 € (incl. 19 % Ust.) in Rechnung gestellt, der Kunde hat aber 120 € bezahlt.

Buchungsvorschlag Überzahlung als Erlös

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 120,00
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lieferanungen und Leistungen 119,00
Haben 8400 4400 Erlöse 19 % Ust. 0,84
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 0,16

Buchungsvorschlag, wenn Sie dem Kunden den zuviel gezahlten Betrag gutschreiben

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 120,00
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lieferanungen und Leistungen 119,00
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lieferanungen und Leistungen 1,00

- Buchungsvorschlag Einkauf

1. Rechnung

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1600 3300 Verbindlichkeiten aus Lieferanungen und Leistungen
Soll 3200 5200 Wareneingang
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 %

Das Belegdatum entspricht dabei dem Rechnungsdatum.

2. Zahlung

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 1600 3300 Verbindlichkeiten aus Lieferanungen und Leistungen

Das Belegdatum entspricht dabei dem Datum des Zahlungsausgangs.

 Collmex-Praxis

Zur Verwaltung der offenen Posten stehen Ihnen die beiden Vorlagengruppen Kunden und Lieferanten zur Verfügung.

» Inhalt


Ausgaben

Lieferanten (Einkauf)

Wareneinkauf

Alle für die Produktion oder den Verkauf bestimmten Waren, Stoffe, Erzeugnisse oder Vorräte werden als Wareneingang gebucht. Dafür stehen folgende Konten zur Verfügung:

SKR03 SKR04 Name
3200 5200 Wareneingang
3300 5300 Wareneingang 7 % Vorsteuer
3400 5400 Wareneingang 19 % Vorsteuer

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 119,00
Soll 3200 5200 Wareneingang 100,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 19,00

» Inhalt


Differenzbesteuerung (Einkauf)

Bei der Differenzbesteuerung nach § 25 a Umsatzsteuergesetz zahlen Sie die Umsatzsteuer nur auf die Differenz von Einkaufs- und Verkaufspreis.

In den von Collmex verwendeten Kontenrahmen sind keine speziellen Konten für die Differenzbesteuerung vorgesehen. Damit alles nachvollziehbar bleibt, sollten Sie eigene Konten für Einkauf und Verkauf anlegen.

Konten

SKR03 SKR04 Name
3201 5201 Wareneingang Einzeldifferenz
8000 4000 Erlöse Differenzbesteuerung ohne Umsatzsteuer
8001 4001 Erlöse Differenzbesteuerung 19 % Umsatzsteuer

BEISPIEL: Der Händler Müller kauft von einer Privatperson einen Tisch für 1000 €, den er für 2190 € weiterverkauft.

Buchung Einkauf (» Buchung Verkauf)

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1000,00
Soll 3201 5201 Wareneingang Einzeldifferenz 1000,00

» Inhalt


Warenbezugskosten (Anschaffungsnebenkosten)

Die separate Buchung der Anschaffungsnebenkosten (z.B. Transport, Verpackung) ist nicht zwingend erforderlich. Sie können in einem Betrag mit dem Kaufpreis gebucht werden.

BEISPIEL: Der Einzelhändler Schmidt bezieht Waren für 3.000 € + 570 € USt. = 3.570 €. Außerdem werden ihm Transportkosten in Höhe von 100 € + 19 USt = 119 €. in Rechnung gestellt.
Die Anschaffungskosten betragen also 3.689 € netto.

Buchung:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 3.689,00
Soll 3200 5200 Wareneingang 3.100,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 589,00

Wenn Sie aber Information über die Höhe dieser Kosten z.B. für Kalkulationen benötigen, wenden Sie diese Buchung an:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 3.689,00
Soll 3200 5200 Wareneingang 3.000,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 589,00
Soll 3800 5800 Anschaffungsnebenkosten 100,00

» Inhalt


Warenrücksendungen und -gutschriften (Einkauf)

Erfüllt der Verkäufer den Kaufvertrag nicht ordnungsgemäß, kommt es zu Rücksendungen von Waren und zu Gutschriften. BEISPIELE: mangelhafte oder falsche Waren; Lieferung erfolgte nicht innerhalb Lieferfrist.

Gutschriften auf der Einkaufsseite mindern die Anschaffungskosten (Wareneingang), die Vorsteuer sowie die Verbindlichkeiten.
Die Buchung erfolgt üblicherweise, wenn die Gutschrift vorliegt.

BEISPIEL: Der Einzelhändler Müller hat Waren im Wert von 5.000 € gekauft. Er erhält und bezahlt folgende Rechnung:

Warenwert 5.000,00 €
Vorsteuer 950,00 €
Summe 5.950,00 €

Beim Auspacken stellt er fest, das die Hälfte der Ware mangelhaft ist. Er sendet die mangelhaften Teile an den Lieferanten zurück und erhält eine Gutschrift über 2.500 € + 475 € Ust. = 2.975 €.

Buchung beim Zahlungseingang der Gutschrift

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 2.975,00
Haben 3200 5200 Wareneingang 2.500,00
Haben 1576 1406 Vorsteuer 19 % 475,00

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Skonto, Bonus und Rabatt (Einkauf)

Skonto: Das ist der Betrag, den sich der Kunde bei der Zahlung innerhalb einer vereinbarten Frist vom Rechnungsbetrag abzieht. Der Skontoabzug hat für den Lieferanten eine Minderung des Ertrags und der Umsatzsteuer zur Folge. Beim Kunden mindert er die Vorsteuer und die Anschaffungskosten.

Rabatt: Ein Rabatt wird in der Regel direkt beim Ausstellen der Rechnung Preis mindernd berücksichtigt. Dabei berechnet der Lieferant die Umsatzsteuer vom bereits geminderten Rechnungsbetrag.

Bonus: Das ist ein nachträglich gewährter Preisnachlass. Er staffelt sich meist nach der Höhe des Umsatzes. Der Lieferant will damit den Kunden veranlassen möglichst viel bei ihm zu kaufen. Der Bonus mindert ebenso wie der Skonto beim Lieferanten Ertrag und Umsatzsteuer, beim Kunden Vorsteuer und Anschaffungskosten.

Rabatte, die bereits Preis mindernd auf der Rechnung berücksichtigt sind, werden in der Buchhaltung nicht erfasst. Wird ein Rabatt nachträglich gewährt oder will man die erhaltenen Rabatte gesondert buchen, steht hierfür das Konto 3770 (Erhaltene Rabatte) zur Verfügung.

Skonti können entweder auf der Habenseite des Wareneingangskontos gebucht werden oder auf das Konto 3730 (Erhaltene Skonti).
BEISPIEL: Sie haben von einem Lieferanten Waren im Wert von 1.000 € + 190 € = 1.190 € gekauft. Sie bezahlen die Rechnung acht Tage nach der Lieferung unter Abzug von 3 % Skonto.

Buchung bei Zahlung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1600 3300 Verbindlichkeiten aus Lief. u. Leist. 1.190,00
Haben 1200 1800 Bank 1.154,30
Haben 3736 5736 Erhaltene Skonti 19 % 30,00
Haben 1576 1406 Vorsteuer 19 % 5,70

Bonus: Da die erhaltenen Boni die Anschaffungskosten mindern, werden auch sie üblicherweise auf ein eigenes Konto gebucht: 3740 (Erhaltene Boni).
BEISPIEL: Ihr Lieferant gewährt Ihnen am Jahresende einen Bonus von 500 € + 95 € USt.= 595 €

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 595,00
Haben 3760 5760 Erhaltene Boni 19 % 500,00
Haben 1576 1406 Vorsteuer 19 % 95,00

» Inhalt


Anzahlungen (Einkauf)

Ein Unternehmer darf sich Vorsteuerbeträge grundsätzlich nur für bereits ausgeführte Leistungen abziehen. Dies gilt nicht, wenn laut § 15 Abs. 1 Nr. 1

  • eine Anzahlungsrechnung vorliegt, in der die Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen ist und
  • die Anzahlung erfolgt ist.

1. Buchung der Anzahlung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 11.900,00
Soll 1518 1186 Geleistete Anzahlungen 19 % 10.000,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 1.900,00

2. Buchung der Rechnung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1600 3300 Verbindlichkeiten aus Lief. u. Leist. 23.800,00
Soll 3400 5400 Wareneingang 19 % 20.000,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 3.800,00

3. Auflösung der Anzahlung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1600 3300 Verbindlichkeiten aus Lief. u. Leist. 11.900,00
Haben 1518 1186 Geleistete Anzahlungen 10.000,00
Haben 1576 1406 Vorsteuer 19 % 1.900,00

4. Buchung der Restzahlung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1600 3300 Verbindlichkeiten aus Lief. u. Leist. 11.900,00
Haben 1200 1800 Bank 11.900,00

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Auslandsgeschäfte (Einkauf)

Innergemeinschaftlicher Erwerb

Ein innergemeinschaftlicher Erwerb liegt vor, wenn ein (vorsteuerabzugsberechtigter) Unternehmer Lieferungen von einem Unternehmen aus einem anderen EU-Land erhält. Er muss diese Lieferung im Inland versteuern. Die Rechnung enthält die Umsatzsteuer-ID's von Lieferant und Kunden sowie den Hinweis auf Steuerfreiheit der Lieferung. (s. §1a UStG)
BEISPIEL: Ein italienischer Unternehmer liefert 100 Anzüge zum Preis 100.000 € an einen deutschen Unternehmer.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 100.000,00
Soll 3425 5425 Innergemeinschaftlicher Erwerb 100.000,00
Haben 1774 3804 Umsatzsteuer aus innergemein. Erwerb 19.000,00
Soll 1574 1404 Vorsteuer aus innergemein. Erwerb 19.000,00

Einfuhr

Beim Wareneinkauf angefallene Zölle müssen ebenfalls nicht separat ausgewiesen werden. Zur besseren Übersicht steht aber das Konto 3850 Zölle und Einfuhrabgaben zur Verfügung. Sie können diese Kosten aber auch als allgemeine Anschaffungsnebenkosten buchen (siehe Beginn des Abschnitts).

Die bezahlte Einfuhrumsatzsteuer muss dagegen separat auf dem Konto 1588 (SKR03) bzw. 1433 (SKR04) bezahlte Einfuhrumsatzsteuer ausgewiesen werden, da sie in der Umsatzsteuer-Voranmeldung angegeben werden muss.

BEISPIEL: Der Unternehmer Schmidt aus Berlin kauft von seinem Lieferanten Fischli aus der Schweiz Waren im Wert von 5.000 €. Laut Kaufvertrag schuldet der Leistungsempfänger (also Schmidt) Einfuhrumsatzsteuer sowie den Zoll. Laut Zollbescheid sind 816 € Einfuhrumsatzsteuer und 100 € Zoll zu zahlen. Schmidt erhält daher folgende Rechnung:

Warenwert 5.000,00 €
Zoll 100,00 €
Einfuhrumsatzsteuer 816,00 €
Summe 5.916,00 €
S/H SKR03 SKR04 Name Betrag Betrag
Haben 1200 1800 Bank Gesamtsumme 5.916,00
Soll 3200 5200 Wareneingang Kaufpreis netto 5.000,00
Soll 3850 5840 Zölle Kosten für die Zollgebühren 100,00
Soll 1588 1433 Bezahlte Einfuhrumsatzsteuer Steuerbetrag 816,00

Sonstige Leistungen

Der Leistungsempfänger schuldet in diesem Fall die Umsatzsteuer (s. § 13b UStG):

BEISPIEL: Google-Anzeigen unter google.de. Ein Unternehmer schaltet bei dem in Irland ansässigen Unternehmen Anzeigen auf dessen deutscher Webseite. Das heißt, Google erbringt für den deutschen Unternehmer eine Leistung im Inland (Deutschland). Dafür erhält der Unternehmer eine Rechnung über 500 €. Der Unternehmer schuldet dafür Umsatzsteuer, kann aber diese als Vorsteuer abziehen.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 500,00
Soll 3125 5925 Leistungen eines im Ausland ansässigen Unternehmers 500,00
Haben 1787 3837 Umsatzsteuer nach § 13b UStG 95,00
Soll 1577 1407 Vorsteuer nach § 13b UStG 95,00

Buchung bei Nullbesteuerung (Kleinunternehmer)

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 500,00
Soll 3145 5945 Leistungen eines im Ausland ansässigen Unternehmers 19% USt. ohne VSt. 500,00
Haben 1787 3837 Umsatzsteuer nach § 13b UStG 95,00
Soll 2176 6871 Nicht anrechenbare Vorsteuer 19% 95,00

Auch Kleinunternehmer sind in diesem Fall umsatzsteuerpflichtig und müssen die Umsatzsteuer über die jährliche Umsatzsteuererklärung abführen. Mehr Informationen dazu in der Beschreibung der Kleinunternehmer-Regelung.

Ausländische Umsatz(Mehrwert)steuer

Sie waren mit dem Auto auf Geschäftsreise in Frankreich und haben dort für 60,00 € getankt. Der gezahlte Betrag enthält 20% französische Umsatzsteuer. Hier stellen sich zwei Fragen:

  1. Wie wird der Steuerbetrag gebucht?
  2. Kann die Vorsteuer beim (deutschen) Finanzamt geltend gemacht werden?

Der Betrag geht zunächst in voller Höhe in die Betriebsausgaben ein - in dem speziellen Fall also auf die Konten 4530 (SKR03) bzw. 6530 (SKR04)Laufende Kfz - Betriebskosten.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 60,00
Haben 4530 6530 Laufende Kfz - Betriebskosten 60,00

Den gezahlten Steuerbetrag können Sie beim deutschen Finanzamt nicht geltend machen, da das Geld an den französischen - nicht an den deutschen - Fiskus geflossen ist. Es ist aber möglich, im Ausland gezahlte Mehrwertsteuer zurückzuholen. Wie das geht, sagen Ihnen die Auslandshandelskammern (AHK) in den entsprechenden Ländern (www.ahk.de). Da die Rückerstattung mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, lohnt sich das meist nur bei größeren Beträgen.

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Leergut

Häufig kann der Käufer dem Verkäufer die Transportverpackung gegen Kostenerstattung zurückgeben. In diesem Fall ist es sinnvoll ein gesondertes Konto für die Verpackung zu führen.

BEISPIEL: Der Einzelhändler Schmidt erhält zu einer Warenlieferung folgende Rechnung:

Warenwert 400,00 €
Transportkosten 50,00 €
Verpackungskosten (6 Behälter) 150,00 €
19 % Umsatzsteuer 114,00 €
Summe 714,00 €

1. Buchung bei Wareneingang

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 714,00
Soll 3200 5200 Wareneingang 400,00
Soll 3800 5400 Anschaffungsnebenkosten 50,00
Soll 3830 5820 Leergut 150,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 114,00

2. Buchung nach Rückgabe des Leerguts

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 178,50
Haben 3830 5820 Leergut 150,00
Haben 1576 1406 Vorsteuer 19 % 28,50

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Erhaltene Provisionen

Sie erhalten von Ihrem Lieferanten Verkaufsprovisionen. Dafür stehen die Konten 8500 (SKR03) und 4569 (SKR04) zur Verfügung. Provisionen unterliegen in der Regel der Umsatzsteuer. Die Steuerbefreiung für Provisionen ist im § 4 des Umsatzsteuergesetzes (Nr. 5 und Nr. 8 ff) geregelt.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 8500 4569 Provisionserlöse
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 %

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Baudienstleistungen

Bauunternehmer A lässt sich von Bauunternehmer B einen Rohbau errichten. Dieser stellt A dafür 80.000 € in Rechnung. Die Leistung des Subunternehmers unter § 13b Abs. 1 Nr. 4. A bucht diese wie folgt:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 80.000
Soll 3120 5920 Bauleistungen eines im Inland ansässigen Unternehmers 19% Vorsteuer und 19% Umsatzsteuer 80.000
Soll 1577 1407 Abziehbare Vorsteuer § 13b UStG 19% 15.200
Haben 1787 3837 Umsatzsteuer nach § 13b UStG 19% 15.200

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Sonstige Ausgaben

Porto

Wenn Portokosten entstehen z.B. für den Versand von Rechnungen, handelt es sich um eine abzugsfähige Betriebsausgaben. Das Porto der Deutschen Post ist steuerfrei und wird ohne Vorsteuer gebucht. Das Porto anderer Versender wird mit 19 % Vorsteuer gebucht.

Buchung Porto Deutsche Post

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1000 1200 Kasse 10,00
Soll 4910 6800 Porto 10,00

Buchung Porto mit Vorsteuer

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1000 1200 Kasse 11,90
Soll 4910 6800 Porto 10,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 1,90

» Inhalt


Telefon-, Fax- und Internetkosten

Für Telefon-, Fax- und Internetkosten stehen in den Kontenrahmen je zwei Konten zur Verfügung.

Die Konteneinteilung und -bezeichnung ist in Zeiten der Flatrate zwar nicht mehr ganz passend, findet aber weiter Verwendung. Der Einfachheit halber empfehlen wir die Kosten für Telefon (Festnetz und Mobil) sowie für Fax und Internet auf das Konto für Telefon zu buchen.

SKR03 SKR04 Bezeichnung
4920 6805 Telefon
4925 6810 Telefax- und Internetkosten

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 119,00
Soll 4920 6805 Telefon 100,00
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19% 19,00

Bitte beachten Sie, dass beim Jahresabschluss der steuerpflichtige, private Anteil der Nutzung ermittelt werden muss.

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Bewirtung

Bei Bewirtung unterscheidet man zwischen geschäftlichen und betrieblichen Bewirtungen.

Die Bewirtungsrechnung muss folgende Anforderungen erfüllen:

  • Wie bei anderen Rechnungen (siehe oben)
  • Der Beleg muss detailliert, maschinell erstellt und registriert sein.
  • Auf dem Beleg müssen Sie ihren Namen und die Namen der Kunden oder Geschäftspartner aufführen. Achten Sie bitte darauf, dass die Teilnehmer eindeutig identifizierbar sein müssen. Also geben Sie entweder die Firma oder die Adresse der Personen an.
  • Der Grund der Bewirtung muss möglichst eindeutig angegeben sein.
  • Auch ihr Name und ihre Unterschrift dürfen auf der Bewirtungsrechnung nicht fehlen.

Geschäftliche Bewirtung

Eine geschäftliche Bewirtung liegt vor, wenn Sie z.B.

  • damit Geschäftsbeziehungen pflegen oder
  • anbahnen (z.B. Akquisition) oder wenn die Bewirtung
  • der Öffentlichkeitsarbeit dient (z.B. Feier zur Geschäftseröffnung)

Die Kosten einer geschäftlichen Bewirtung dürfen nur zu 70 % als Geschäftsausgaben abzogen werden. Die Vorsteuer kann in vollem Umfang geltend gemacht werden.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag Betrag
Haben 1200 1800 Bank Bruttobetrag 119,00
Soll 4650 6640 Bewirtungskosten 70% des Nettobetrags 70,00
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19 % Vorsteuer 19 % des Nettobetrags 19,00
Soll 4654 6644 Nicht abzugsfähige Bewirtungskosten 30% des Nettobetrags 30,00

Buchung mit 7 % und 19 % Vorsteuer

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag Betrag
Haben 1200 1800 Bank Bruttobetrag 226,00
Soll 4650 6640 Bewirtungskosten 70% des Nettobetrags 140,00
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19 % Steuerbetrag 19% 19,00
Soll 1571 1401 Anrechenbare Vorsteuer 7 % Steuerbetrag 7% 7,00
Soll 4654 6644 Nicht abzugsfähige Bewirtungskosten 30% des Nettobetrags 60,00

Betriebliche Bewirtung

Die Kosten der betrieblichen Bewirtung können zu 100 % als Betriebsausgaben abgezogen werden. Eine betriebliche Bewirtungen sind z.B.

  • Arbeitnehmer-Bewirtungen
  • Produkt-Verkostungen

Buchung Arbeitnehmer-Bewirtung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 119,00
Soll 4140 6130 Freiwillige soziale Aufwendungen, lohnsteuerfrei  100,00
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19 % (bei 7 % SKR03:1571/SKR04: 1401) 19,00

Buchung betriebliche Bewirtung ohne Arbeitnehmer

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 119,00
Soll 4650 6640 Bewirtungskosten 100,00
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19 % (bei 7 % SKR03:1571/SKR04: 1401) 19,00

Bewirtungen in Büro- und Geschäftsräumen

Findet die Bewirtung in den Räumen Ihrer Firma oder Praxis statt, dürfen die Bewirtungskosten nur zu 70 % als Betriebsausgaben abgezogen werden. Handelt es sich nur um Kleinigkeiten, ist der Abzug zu 100 % erlaubt.

 Collmex-Praxis

Für die Buchung der geschäftlichen Bewirtung steht in der Vorlagengruppe Ausgaben die Vorlage Bewirtung zur Verfügung.

» Inhalt


Geschenke an Geschäftspartner oder Kunden

Welche Voraussetzungen muss ein Beleg erfüllen, damit er als Betriebsausgabe anerkannt wird?

  • Der Name des Beschenkten muss angegeben sein.
  • Das Geschenk darf nicht mehr als 35 € (+ USt.) pro Person und Jahr gekostet haben.
  • Bei Nullbesteuerung gilt: Das Geschenk darf nicht teuer als 35 € inkl. USt. sein!

Buchung Geschenke bis 35 €

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 41,65
Soll 4630 6610 Geschenke abzugsfähig 35,00
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19 % (bei 7 % SKR03:1571/SKR04: 1401) 6,65

Geschenke, die mehr als 35 € gekostet haben, werden nicht - auch nicht anteilig - als Betriebsausgabe anerkannt.

Buchung Geschenke über 35 €

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 70,00
Soll 4635 6620 Geschenke nicht abzugsfähig 70,00

» Inhalt


Paypal-Gebühren

Wie Sie Paypal-Umsätze und die Gebühren buchen, wird unter diesem Link beschrieben.

» Inhalt


Fremdleistungen

Fremdleistungen sind Leistungen, die Sie einkaufen, um Waren herzustellen, Dienstleistungen zu erbringen oder das Unternehmen zu führen.

BEISPIELE

Zur Buchung von Fremdleistungen stehen folgende Konten zur Verfügung: 3100, 4909 (SKR03) bzw. 5900, 6303 (SKR04).

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 3100, 4909 5900, 6303 Fremdleistungen
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19%

Achtung: Kosten für (Software-)Lizenzen und Konzession anders zu buchen. Siehe Abschnitt Lizenzen, Konzessionen. Dazu gehören auch die Collmex- und Afterbuy-Gebühren.

 Collmex-Praxis

Buchungsvorlage Fremdleistungen in der Vorlagengruppe Ausgaben

» Inhalt


Steuerberater- und Anwaltskosten

Die Kosten für Anwalt, Steuerberater und sonstige Berater (z.B. Unterehmensberater) sind zwar auch Fremdleistung. Für diese steht aber ein eigenes Konto zur Verfügung.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1190,00
Soll 4950 6825 Rechts- und Beratungskosten 1000,00
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19% 190,00

» Inhalt


Miete und Mietkaution

Die Miete für Ihre betrieblich genutzten Räume und Miete für die Einrichtung werden auf gesonderte Konten gebucht. Gelegentlich wird Ihnen für die Miete auch Umsatzsteuer in Rechnung gestellt. Bitte prüfen Sie den Mietvertrag.
Die Mietkaution wird als Forderung gebucht.

Buchung Raummiete mit Vorsteuer

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1190,00
Soll 4210 6310 Miete 1000,00
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19% 190,00

Buchung Raummiete ohne Vorsteuer

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1000,00
Soll 4210 6310 Miete 1000,00

Buchung Miete für Einrichtungen mit Vorsteuer

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1190,00
Soll 4960 6835 Mieten für Einrichtungen 1000,00
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19% 190,00

Buchung Miete für Einrichtungen ohne Vorsteuer

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1000,00
Soll 4960 6835 Mieten für Einrichtungen 1000,00

Buchung Kautionszahlung

Haben 1200 1800 Bank 1000,00
Soll 1525 1350 Kautionen 1000,00

Buchung Rückerstattung Kaution

Soll 1200 1800 Bank 1000,00
Haben 1525 1350 Kautionen 1000,00

» Inhalt


Einkommensteuer

Die Einkommensteuer ist eine private Steuer, die sich nicht auf den Gewinn auswirkt. Sie wird nur dann gebucht, wenn die Zahlungen über das Geschäftskonto erfolgen. Hierfür verwenden Sie die Konten Sie 1810 (SKR03) bzw. 2150 (SKR04) Privatsteuern.

Zahlung und Nachzahlung

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 1810 2150 Privatsteuern

Rückerstattung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 1810 2150 Privatsteuern

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Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist eine nicht abzugsfähige Betriebsausgabe. Sie wird auf die Konten 4320 (SKR03) bzw. 7610 (SKR04) Gewerbesteuer gebucht.

Zahlung

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 4320 7610 Gewerbesteuer

Rückerstattung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 4320 7610 Gewerbesteuer

Nachzahlung

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 2280 7640 Nachzahlung Vorjahre für Steuern vom Einkommen und Ertrag

Wie Sie Rückstellungen zur Gewerbesteuer behandeln, wird unter diesem Link beschrieben.

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Gewerbe-Anmeldung

Da die Kosten für die Gewerbeanmeldung direkt bei der Anmeldung bezahlt werden müssen und die Zahlung in der Regel bar erfolgt, buchen Sie den Betrag entweder auf das Konto Kasse oder als Privateinlage.

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1000 1600 Kasse
Soll 4900 6300 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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Versicherungen

Bei Versicherungen sind private und betriebliche Versicherungen zu unterscheiden. Bei Versicherungen wird keine Vorsteuer abgezogen. Der gesamte Betrag (inklusive Versicherungssteuer) wird auf ein Konto gebucht.

Folgende Versicherungen werden als Betriebsausgaben erfasst:

  • gewerbliche oder berufliche Haftpflichtversicherung
  • Kfz-Versicherung für betrieblich genutzte Fahrzeuge
  • Beitrag des Unternehmers zur gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft)
  • betriebliche Kfz-Kasko
  • betriebliche Feuerschutz- oder Diebstahlversicherung

Konten für betriebliche Versicherungen

SKR03 SKR04 Bezeichnung
4360 6400 Versicherungen
4520 6520 Kfz-Versicherungen
4750 6760 Transportversicherungen

Folgende Versicherungen dürfen nicht als Betriebsausgaben erfasst werden:

  • private oder gesetzliche Krankenversicherung des Unternehmers
  • Rentenversicherung des Unternehmers
  • sonstige private Versicherungen

Tritt ein Versicherungsfall ein und die Versicherung zahlt, muss die Zahlung als Betriebseinnahme gebucht und versteuert werden. Die Buchung erfolgt auf die Konten 2742 (SKR03) bzw. 4970 (SKR04).

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Säumnis- und Verspätungszuschläge

Für die Buchung der Säumnis- und Verspätungszuschläge für Ihre Betriebssteuererklärungen oder -voranmeldungen stehen Konten 4396 (SKR03) und 6436 (SKR04) zur Verfügung.

BEISPIEL

S/H SKR03 SKR04 Bezeichnung Betrag
Haben 1200 1800 Bank 100,00
Soll 4396 6436 Steuerlich abzugsfähige Verspätungszuschläge und Zwangsgelder 100,00

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Beiträge

Beiträge an berufsständische Organisationen, die berufsspezifische Interessen vertreten und Pflichtbeiträge an Kammern (IHK, HWK) können als Betriebsausgaben abgezogen werden. Dafür stehen die Konten 4380 (SKR03) und 6420 (SKR04) zur Verfügung.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 4380 6420 Beiträge

Nicht abzugsfähig sind z.B. Beiträge an Versorgungseinrichtungen. Sie werden als Privatentnahmen gebucht.

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Spenden

Spenden sind nur zum Teil steuerlich abziehbar. Dafür ist aber ein Spendenquittung erforderlich. Für die Buchung stehen folgende Konten zur Verfügung:

SKR03 SKR04 Name
2380 6390 Zuwendungen, Spenden, steuerlich nicht abziehbar
2381 6391 Zuwendungen, Spenden für wissenschaftliche und kulturelle Zwecke
2382 6392 Zuwendungen, Spenden für mildtätige Zwecke
2383 6393 Zuwendungen, Spenden für kirchliche, religiöse und gemeinnützige Zwecke
2384 6394 Zuwendungen, Spenden an politische Parteien
2387 6395 Zuwendungen, Spenden an Stiftungen für gemeinnützige Zwecke i.S.d. § 52 Abs. 2 Nr. 1-3 AO
2388 6396 Zuwendungen, Spenden an Stiftungen für gemeinnützige Zwecke i.S.d. § 52 Abs. 2 Nr. 4 AO
2389 6397 Zuwendungen, Spenden an Stiftungen für kirchliche, religiöse und gemeinnützige Zwecke
2390 6398 Zuwendungen, Spenden an Stiftungen für wissenschaftliche, mildtätige und kulturelle Zwecke

BEISPIEL für eine Geldzuwendung/Spende

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 100,00
Soll 2382 6392 Zuwendungen, Spenden für mildtätige Zwecke 100,00

Eine Zuwendung/Spende kann auch in Form von Arbeiten erfolgen.
BEISPIEL: Ein Webdesigner gestaltet unentgeltlich die Webseite einer kirchlichen Organisation. Die Leistung hätte mit Umsatzsteuer 1190,00 € gekostet.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 8400 4400 Erlöse 19 % 1.000,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 190,00
Soll 2383 6393 Zuwendungen, Spenden für kirchliche, religiöse und gemeinnützige Zwecke 1.190,00

 Collmex-Praxis

Die Konten legen Sie in Collmex unter Verwaltung --> Konto selbst an. Sie stehen im Standard nicht zur Verfügung.

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Lizenzen (z.B. Collmex-Gebühren), Konzessionen

Durch die Änderung im Gewerbesteuer-Gesetz § 8 1.f sind Aufwendungen ab 1.1.2008 für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten (insbesondere Konzessionen und Lizenzen) für die Gewerbesteuer relevant. Deshalb sollten diese Kosten gesondert gebucht werden. Dazu gehören auch die monatlichen Collmex-Gebühren. In der Buchhaltung wurden deshalb die neuen Konten 4964 (SKR03) und 6837 (SKR04) eingeführt.

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 4964 6837 Aufwendungen für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten (Lizenzen, Konzessionen)
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19%

Beachten Sie, dass für die Gewerbesteuer ein Freibetrag von 100.000 € für solche Aufwendungen gilt. Für die meisten kleineren Unternehmen hat die Regelung in der Praxis deshalb keine Auswirkung.

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Sonstige betriebliche Aufwendungen

Alle betrieblich veranlassten Ausgaben, für die es keine eigenen Konten gibt (z.B. Installationskosten für Betriebsausstatttung), buchen Sie auf die Konten für Sonstige betriebliche Aufwendungen.

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 2300 oder 4900 6300 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Soll 1576 1406 Anrechenbare Vorsteuer 19%

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Diebstahl und andere Verluste des Umlaufvermögens

Wurden Werte des Umlaufvermögen gestohlen oder zerstört, wird der Verlust als Betriebsausgabe gebucht.

BEISPIEL: Die Firmen-EC-Karte wurde gestohlen und es wurden 2.000 € vom Geschäftskonto abgehoben.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 2.000
Soll 2325 6905 Verluste aus Abgang von Umlaufvermögen 2.000

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Reisekosten (Unternehmer, Arbeitnehmer)

Reisekosten sind Kosten, die im Rahmen einer überwiegend beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit entstehen. Dazu gehören:

  • Fahrtkosten
  • Verpflegungsmehraufwendungen
  • Übernachtungskosten
  • Reisenebenkosten.

Eine Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn der Arbeitnehmer bzw. Unternehmer außerhalb seiner Wohnung und außerhalb seiner regelmäßigen Arbeitsstätte beruflich tätig ist.

Ist die Reise teilweise privater Natur, muss der private Anteil ermittelt und herausgerechnet werden.

Reiseweg und Reisedauer müssen aufgezeichnet und anhand von Belegen nachgewiesen werden.

Verpflegungskosten

Egal, wie viel Geld Sie auf Ihren Dienstreisen für Verpflegung ausgegeben haben, kann pro Tag nur eine Pauschale für den Verpflegungsmehraufwand als Betriebsausgabe geltend gemacht bzw. vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden. Die Abrechnung erfolgt pro Kalendertag.

Bei Inlandsreisen gelten folgende Sätze:

weniger als 8 Stunden 0,00 €
8 - weniger 14 Stunden 6,00 €
14 - weniger 24 Stunden 12,00 €
24 Stunden 24,00 €

Hier finden Sie alle Auslandspauschalen. War eine Reise im Inland und im Ausland, so gilt für den Kalendertag, der im In- und Ausland verbracht wurde, die Auslandspauschale. Wurden an einem Tag mehrere Länder bereist, gilt die Pauschale für das Land, das zuletzt an diesem Tag erreicht wurde.

 Collmex-Praxis

In der Reisekostenabrechnung von Collmex sind alle aktuellen Verpflegungspauschalen hinterlegt. Es ist allerdings nicht möglich sogenannte Kettenreisen (mehrere Reiseziele) zu erfassen. In diesem Fall wird für jedes Reiseziel eine eigene Reise angelegt.

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Übernachtungskosten

Als Unternehmer können Sie nur die tatsächlich angefallenen Übernachtungskosten als Betriebsausgaben ansetzen. Kosten für Frühstück, Minibar und sonstiges müssen herausgerechnet werden. Der Arbeitgeber kann aber dem Arbeitnehmer die Übernachtungskosten nach Pauschalen oder den tatsächlich angefallenen Kosten ersetzen. Ist das Frühstück bereits im Übernachtungspreis enthalten, muss pro Übernachtung eine Pauschale von 4,80 € bei Übernachtungen im Inland herausgerechnet werden. Fand die Übernachtung im Ausland statt, wird der Übernachtungsbetrag um 20 % der max. Verpflegungspauschale reduziert.

BEISPIEL: Sie waren auf Geschäftsreise in Frankreich und haben einmal übernachtet. Die Rechnung beträgt 150 €. Das Frühstück war im Preis inbegriffen. Die max. Verpflegungspauschale für Frankreich beträgt 41 €. 20 % davon sind 8,20 €. Sie müssen also von 150 € 8,20 € für das Frühstück abziehen. Es verbleiben 141,80 € als Betriebsausgabe.

 Collmex-Praxis

In der Reisekostenabrechnung von Collmex sind alle aktuellen Übernachtungspauschalen hinterlegt. Ist der Mitarbeiter als Unternehmer im Programm angelegt, werden keine Übernachtungspauschalen berechnet.

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Fahrtkosten

Alle tatsächlich angefallenen Fahrtkosten (Bahn, Flug, Mietwagen, Taxi, öffentliche Verkehrsmittel, Schiff) sind als Betriebsausgaben abzugsfähig bzw. können dem Arbeitnehmer steuerfrei erstattet werden.
Bei Fahrten mit einem Privat-Fahrzeug werden die Kosten pauschal pro Kilometer abgerechnet. Die Höhe der Pauschale ist abhängig von dem verwendeten Fahrzeug.

Fahrzeug Kilometerpauschale (€/km)
Pkw 0,30
Motorrad & Motorroller 0,13
Moped & Mofa 0,08
Fahrrad 0,05

Möglich ist außerdem, dass Sie die Kosten mit einem individuellen Kilometersatz abrechnen. Das ist sinnvoll, wenn Sie ein kostenintensives Fahrzeug haben (hohe Unterhaltungskosten, hoher Kaufpreis). Als Berechnungsgrundlage werden alle Kosten berücksichtigt, die im Zusammenhang mit der Unterhaltung des Fahrzeugs stehen:
  • Versicherung
  • Reparaturen
  • Abschreibung
  • Darlehenszinsen
  • Garagenmiete

Sind Sie mit dem Geschäftswagen gefahren, werden die Kosten als "Kfz-Kosten" erfasst und fließen nicht mit in die Reisekostenabrechnung ein.

 Collmex-Praxis

In der Reisekostenabrechnung von Collmex sind die aktuellen Kilometerpauschalen für PKW und Mitfahrer hinterlegt.

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Nebenkosten

Aufwendungen, die während einer Geschäftsreise entstanden sind und nicht zu den anderen Kostenarten gehören, können ebenfalls als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Dazu gehören:

  • Straßengebühren
  • Parkgebühren
  • Gepäckaufbewahrung
  • Tickets für öffentliche Verkehrsmittel
  • Eintrittskarten für Veranstaltungen (Messen, Vorträge), vorausgesetzt diese sind geschäftlich veranlasst.
  • Kosten für eine Begleitperson, sofern deren Mitnahme geschäftlich erforderlich war.
  • etc.

Kosten für Gegenstände des persönlichen Bedarfs, die im Rahmen der Reise anfallen, sind keine Betriebsausgaben. Dazu gehören:

  • Toilettenartikel
  • Kleidung

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Buchung von Reisekosten

Bei Auszahlung der Reisekosten über die Bank verwenden Sie statt dem Konto Kasse das Konto Bank. Zahlt sich der Unternehmer die Reisekosten nicht aus, erfolgt die Buchung auf das Konto Privateinlagen (nur bei Personengesellschaften).

Reisekosten Unternehmer

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1000 1600 Kasse
Soll 4670 6670 Reisekosten Unternehmer

Reisekosten Arbeitnehmer

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1000 1600 Kasse
Soll 4660 6650 Reisekosten Arbeitnehmer

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Weiterberechnung an Kunden

Ob und wie Sie Reisekosten an Kunden weiter berechnen, bleibt Ihnen überlassen, d.h. Sie sind nicht an die gesetzlich festgelegten Sätze gebunden. Die Fakturierung von Reisekosten an Kunden ist ein getrennter Geschäftsvorfall, der mit der eigentlichen Reisekostenabrechnung nichts zu tun hat. Sofern Reisekosten weiterberechnet werden, erscheinen diese üblicherweise in der Kundenrechnung als separate Position. Die Verbuchung erfolgt dann im Rahmen der Ausgangsrechnung auf die üblichen Erlös- und Steuerkonten wie bei jeder anderen Ausgangsrechnung auch.

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Einnahmen/Verkauf

Warenverkauf

Wenn Sie Waren verkaufen, gibt zwei Möglichkeiten der Buchung:

1. Buchung bei Bezahlung der Rechnung (Nicht bei Soll-Besteuerung): Das ist die einfachste Lösung, hat aber den Nachteil, dass Sie keinen Überblick über noch zu zahlende Rechnungen (Offene Posten) haben.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 119,00
Haben 8410 4410 Erlöse 19 % 100,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 19,00

2. Buchung in zwei Stufen

  • Buchung der Ausgangsrechnung
S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1400 1200 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 119,00
Haben 8410 4410 Erlöse 19 % 100,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 19,00
  • Zahlung der Rechnung
S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 119,00
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 119,00

 Collmex-Praxis

Für die Buchung in zwei Stufen stehen in Collmex buchhaltung basic, basic, plus, pro und verein Buchungsvorlagen unter der Rubrik "Kunden" zur Verfügung. Wenn Sie Rechnungen mit Collmex erstellen, können Sie diese direkt in die Buchhaltung übernehmen.
Für die Buchung bei Zahlung der Rechnung finden Sie die Vorlage unter "Einnahmen/Ausgaben" bzw. unter "Ausgaben" in Collmex buchhaltung light.

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Differenzbesteuerung (Verkauf)

Bei der Differenzbesteuerung nach § 25 a Umsatzsteuergesetz zahlen Sie die Umsatzsteuer nur auf die Differenz von Einkaufs- und Verkaufspreis.

In den von Collmex verwendeten Kontenrahmen sind keine speziellen Konten für die Differenzbesteuerung vorgesehen. Damit alles nachvollziehbar bleibt, sollten Sie eigene Konten für Einkauf und Verkauf anlegen.

BEISPIEL: Der Händler Müller kauft von einer Privatperson einen Tisch für 1000 €, den er für 2190 € weiterverkauft.

Buchung Verkauf (» Buchung Einkauf)

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 2190,00
Haben 8000 4000 Erlöse Differenzbesteuerung ohne Umsatzsteuer 1000,00
Haben 8001 4001 Erlöse Differenzbesteuerung 19 % Umsatzsteuer 1000,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 190,00

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Warenvertriebskosten

Beim Vertrieb von Waren können folgende Kosten anfallen:

  • Transportkosten
  • Zoll
  • Vermittlungsgebühren (Provisionen)

Vertriebskosten können entweder auf das Konto 4700 gebucht werden oder getrennt auf die folgenden Konten:

SKR03 SKR04 Name
4710 6710 Verpackungsmaterial
4730 6740 Ausgangsfrachten
4750 6760 Transportversicherungen
4760 6770 Verkaufsprovisionen
4780 6780 Fremdarbeiten (Vertrieb)

BEISPIEL: Der Unternehmer Kienzle aus Stuttgart liefert an den Einzelhändler Abbinger aus München Waren per Bahn. Die Lieferung erfolgt frei Haus. Das heißt, die Kosten gehen zu Lasten des Lieferanten Kienzle. Dieser erhält folgende Rechnung:

Fracht 200,00 €
19 % Umsatzsteuer 38,00 €
Summe 238,00 €

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 238,00
Soll 4730 6740 Ausgangsfrachten 200,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 38,00

Berechnet der Lieferant dem Kunden die Vertriebskosten, so muss der Lieferant diese als Erlöse zu buchen.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 238,00
Haben 8410 4410 Erlöse 19 % 200,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 38,00

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Warenrücksendungen und -gutschriften (Verkauf)

Kommt es zu Gutschriften auf der Verkaufsseite, so schmälern diese den Verkaufserlös, die Umsatzsteuer sowie die Forderungen.

Ein Lieferant hat einem Kunden Waren im Wert von 3.000 € + 570 € USt. = 3570 € geliefert. Der Kunde sendet einen Teil der Ware wegen Mängeln zurück. Der Lieferant erteilt seinem Kunden eine Gutschrift über 1.000 € + 190 € USt. = 1190 €.

Buchung bei Zahlungsausgang der Gutschrift

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1.190,00
Soll 8410 4410 Erlöse 19 % 1.000,00
Soll 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 190,00

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Skonto, Bonus und Rabatt (Verkauf)

Skonto: Das ist der Betrag, den sich der Kunde bei der Zahlung innerhalb einer vereinbarten Frist vom Rechnungsbetrag abzieht. Der Skontoabzug hat für den Lieferanten eine Minderung des Ertrags und der Umsatzsteuer zur Folge. Beim Kunden mindert er die Vorsteuer und die Anschaffungskosten.

Rabatt: Ein Rabatt wird in der Regel direkt beim Ausstellen der Rechnung Preis mindernd berücksichtigt. Dabei berechnet der Lieferant die Umsatzsteuer vom bereits geminderten Rechnungsbetrag.

Bonus: Das ist ein nachträglich gewährter Preisnachlass. Er staffelt sich meist nach der Höhe des Umsatzes. Der Lieferant will damit den Kunden veranlassen möglichst viel bei ihm zu kaufen. Der Bonus mindert ebenso wie der Skonto beim Lieferanten Ertrag und Umsatzsteuer, beim Kunden Vorsteuer und Anschaffungskosten.

Rabatte, die bereits Preis mindernd auf der Rechnung berücksichtigt sind, werden in der Buchhaltung nicht erfasst. Wird ein Rabatt nachträglich gewährt oder will man die gewährten Rabatte gesondert buchen, stehen hierfür die Konten 8790 (SKR03) und 4790 (SKR04) zur Verfügung.

Skonti mindern den Erlös und werden auf einem gesonderten Konto erfasst.
BEISPIEL: Sie haben waren im Wert von 10.000 € + 1.900 € USt. = 11.900 € verkauft. Der Kunde zahlt innerhalb der vereinbarten Frist von 14 Tagen und zieht 3 % (357 €) vom Rechnungsbetrag ab.

Buchung bei Zahlungseingang

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 11.543,00
Soll 8736 4736 Gewährte Skonti 19 % 300,00
Soll 1776 3806 USt. 19 % 57,00
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lief. u. Leist. 11.900,00

Boni mindern den Erlös und werden auf die Konten 8736 (SKR03) und 4736 (SKR04) gebucht.
BEISPIEL: Sie gewähren einem Kunden am Jahresende einen Bonus von 1.000 € + 190 € USt. = 1.190 €.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1.190,00
Soll 8760 4760 Gewährte Boni 19 % 1.000,00
Soll 1776 3806 USt. 19 % 190,00

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Mahngebühren (Verkauf)

Ein Kunde zahlt die Rechnung nicht fristgerecht. Sie mahnen ihn und fordern ihn zur Zahlung der Rechnung mit Mahngebühren auf. Daraufhin bezahlt der Kunde die Rechnung inklusive Mahngebühren.
Die Gebühren stellen für Sie einen Erlös dar, der umsatzsteuerlich nicht relevant ist.

BEISPIEL: Der Kunde hat 101,00 € überwiesen. Darin sind 1,00 € Mahngebühr enthalten.

Buchung bei der Verwaltung offener Posten

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 101,00
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 100,00
Haben 8600 4830 Sonstige betriebliche Erlöse 1,00

Buchung ohne offene Posten

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 101,00
Haben 8600 4830 Sonstige betriebliche Erlöse 1,00
Haben 8400 4400 Erlöse 19 % 84,03
Haben 1776 3806 USt. 19 % 15,97

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Provisionen (Verkauf)

Sie gewähren Ihrem Geschäftspartner Provisionen für den Verkauf Ihrer Waren oder Dienstleistungen. Für die Buchung stehen die Konten 4760 (SKR03) und 6770 (SKR04) zur Verfügung.

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 1200 1800 Bank
Soll 4760 6770 Verkaufsprovisionen
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 %

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Rücklastschrift (Rückbuchung)

Wenn Sie von Ihrem Kunden den Rechnungbetrag per Lastschrift einziehen und dessen Konto nicht gedeckt ist, die Bankverbindung nicht korrekt ist oder der Kunde Widerspruch gegen die Lastschrift eingelegt hat, kommt es zur Rückbuchung, der so genannten Rücklastschrift. Die Kosten für die Rücklastschrift dürfen die Banken seit dem BGH-Urteil vom 8.3.2005 nicht mehr direkt dem Kontoinhaber in Rechnung stellen. Statt dessen reicht die Schuldner-Bank (Bank des Kunden) die Kosten an die Gläubiger-Bank (=Ihre Bank) weiter. Diese belastet dann wiederum Ihr Konto mit dem ursprünglichen Betrag, den Gebühren der Schuldner-Bank plus den Gebühren der Gläubiger-Bank.

Ihr Konto wird belastet um:

  • den Rechnungsbetrag,
  • die Gebühr der Bank des Kunden und
  • und die Gebühr Ihrer eigenen Bank

Die Rücklastschrift hat zur Folge, dass Ihr Erlös verringert wird und damit auch Ihre Umsatzsteuer-Schuld. Außerdem sind Ihnen Kosten (Rücklastschrift-Gebühr) entstanden.

BEISPIEL: Sie haben von Ihrem Kunden 11,90 € eingezogen. Dessen Konto war nicht gedeckt. Es kommt zur Rücklastschrift. Außerdem berechnet Ihnen die Bank eine Gebühr von 8,50 €.

Die folgende Buchung hat keinen Bezug mehr zu der Rechnung. Bei der Buchung wird Ihr Erlös und die Umsatzsteuerschuld gemindert. Die Rücklastschrift-Gebühr wird als Aufwand gebucht.

Buchung Bankumsatz (1)

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 20,40
Soll 8400 4400 Erlöse 19% 10,00
Soll 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 1,90
Soll 4970 6855 Kosten des Geldverkehrs 8,50

Sofern die Lastschrift berechtigt war, dürfen Sie die Rücklastschrift-Gebühren laut dem BGH-Urteil vom 2.3.2005 an Ihren Kunden weiter berechnen. In diesem Fall, müssen Sie zusätzlich Umsatzsteuer in Rechnung stellen, weil es sich um eine Nebenleistung (zur eigentlichen Leistung) handelt. Für Sie ist das also ein Erlös. Sie erstellen dafür eine Rechnung, die wie folgt gebucht wird:

Buchung Rechnung über die Rücklastschrift-Gebühr

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1400 1200 Forderungen aus Lieferungen und .... 10,12
Haben 8400 4400 Erlöse 19% 8,50
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 1,62

Entscheidet sich der Kunde für eine erneute Lastschrift oder möchte er das Geld überweisen, stornieren Sie die erste Buchung (1) und erzeugen eine neue Forderung. Auch diese hat keinen Bezug mehr zu der Rechnung. Sie sollten deshalb im Belegtext die Rechnungsnummer angeben (z.B. Rücklastschrift zur Rechnung 4711)

Buchung Bankumsatz (2)

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 20,40
Soll 1400 1200 Forderungen aus Lieferungen ... 11,90
Soll 4970 6855 Kosten des Geldverkehrs 8,50

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Forderungsverlust

Sie haben Ihrem Kunden für die erbrachte Leistung eine Rechnung ausgestellt. Der Kunde hat auch nach wiederholter Mahnung nicht gezahlt. Wenn Sie damit rechnen, dass Sie keine Zahlung mehr erhalten werden, buchen Sie den offenen Posten als Forderungslverlust aus.

BEISPIEL

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 2406 6936 Forderungsverluste 19% 100,00
Soll 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 19,00
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lief. und. Leist. 119,00

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Inkasso-Kosten (Verkauf)

Wenn Sie Ihre Forderungen über ein Inkasso-Unternehmen eintreiben, fallen dabei Kosten an, die als Betriebsausgaben abziehbar sind. Die Inkasso-Kosten sind Nebenkosten des Geldverkehrs und werden auf die Konten 4970 (SKR03) bzw. 6855 (SKR04) gebucht.

BEISPIEL: Sie erhalten folgende Rechnung vom Inkasso-Unternehmen:

Inkasso-Rechnung
Inkassokosten netto 71,50 €
Umsatzsteuer 19 % 13,59 €
Summe 85,09 €

Überwiesen werden Ihnen vom Inkasso-Unternehmen 24,39 €. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Zahlung des Schuldners 109,48 €
- Inkasso-Kosten incl. Ust. 85,09 €
Summe 24,39 €

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 24,39
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lieferungen ... 109,48
Soll 4970 6855 Nebenkosten des Geldverkehrs 71,50
Soll 1576 3806 Umsatzsteuer 19 % 13,59

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Porto (Verkauf)

Druckereien und Werbeagenturen übernehmen häufig den Versand von Werbe- oder Informationssendungen für Ihre Kunden. Ist auf der Sendung der Kunde als Absender genannt, stellt das Porto für die Druckerei oder Werbeagentur einen durchlaufenden Posten dar.

BEISPIEL: Die Agentur Schmidt macht ein Briefmailing für den Kunden ABC und stellt diesem 1.190 € für die Erstellung des Mailings und 300 € Porto in Rechnung.

Buchung des Portos als durchlaufender Posten

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 1.490,00
Haben 8400 6800 Erlöse 19 % 1.000,00
Haben 1776 6800 Vorsteuer 19 % 190,00
Haben 1590 1370 Durchlaufender Posten 300,00

Buchung der Porto-Rechnung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 300,00
Soll 1590 1370 Durchlaufender Posten 300,00

Ist der Absender nicht genannt, wird der gesamte Rechnungsbetrag auf das Erlöskonto gebucht. Das Gleiche gilt für Versandhändler. Auch hier wird das Porto dem Kunden umsatzsteuerpflichtig in Rechnung gestellt und als Erlös gebucht.

Umsatzsteuer bei Versandkosten

Versandkosten sind eine sogenannte Nebenleistung. Nebenleistungen werden gleich besteuert, wie die Hauptleistung (Abschn 29, Abs 5 UStR).

Wenn Sie in einer Rechnung Produkte mit verschiedenen Umsatzsteuersätzen abrechnen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die Umsatzsteuer der Nebenleistung berechnet werden kann.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 1.547,00
Haben 8400 6800 Erlöse 19 % 1.300,00
Haben 1776 6800 Vorsteuer 19 % 247,00

 Collmex-Praxis

Bei Collmex haben wir die gängigste und einfachste Variante gewählt: Die Versandkosten werden immer mit dem höchsten Umsatzsteuersatz berechnet, der in der Rechnung enthalten ist. Damit ist man auf der sicheren Seite.

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Anzahlungen (Verkauf)

Die erhaltene Anzahlung ist noch kein betrieblicher Erfolg, weil die Leistung noch nicht erbracht bzw. die Lieferung noch nicht erfolgt ist. Sie muss deshalb auf ein spezielles Konto gebucht werden: 1718 (SKR03) bzw. 3270 (SKR04) Erhaltene Anzahlungen.
BEISPIEL: Sie erhalten am 10.6.2007 von einem Kunden eine Anzahlung von 11.900 € für die Bestellung von Waren. Am 15.6.2007 erhält der Kunde die Ware und erhält folgende Rechnung:

Warenwert 20.000 €
Umsatzsteuer 19 % 3.800,00 €
Summe 23.800,00 €
- Anzahlung vom 10.6.2007 10.000,00 €
+ USt. 19 % 1.900,00 €
Summe Anzahlung 11.900,00 €
Noch zu zahlen 11.900,00 €

1. Buchung der Anzahlung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 11.900,00
Haben 1718 3272 Erhaltene Anzahlungen 19 % Ust. 10.000,00
Haben 1776 3806 USt. 19 % 1.900,00

2. Buchung der Rechnung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1400 1200 Forderungen aus Lief. u. Leist. 23.800,00
Haben 8400 4400 Erlöse 19 % 20.000,00
Haben 1775 3805 USt. 19 % 3.800,00

3. Konto "Erhaltene Anzahlungen" auflösen

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lief. u. Leist. 11.900,00
Soll 1718 3272 Erhaltene Anzahlungen 19 % Ust 10.000,00
Soll 1776 3806 USt. 19 % 1.900,00

4. Am 20.6.2007 bezahlt der Kunde den Restbetrag von 11.900,00 €.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 11.900,00
Haben 1400 1200 Forderungen aus Lief. u. Leist. 11.900,00

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Auslandsgeschäfte (Verkauf)

Innergemeinschaftliche Lieferung

Eine innergemeinschaftliche Lieferung liegt vor, wenn Sie einen Gegenstand vom Inland in ein anderes EU-Land liefern. In der Regel ist diese Lieferung steuerfrei. Voraussetzung ist, dass der Abnehmer ein Unternehmen mit UStId ist. (s. §6a UStG)

Umsätze aus innergemeinschaftlichen Lieferungen müssen laut § 18a UStG als Zusammenfassende Meldung an das Zentralamt für Steuern gemeldet werden.

BEISPIEL: Sie liefern an einen spanischen Unternehmer (mit Umsatzsteuer-ID) Geräte im Wert von 20.000 €.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 20.000,00
Haben 8125 4125 Steuerfreie innergemein. Lieferungen 20.000,00

Ausfuhrlieferung

Eine Ausfuhrlieferung liegt vor, wenn Sie einen Gegenstand vom Inland in ein Drittland (außerhalb der EU) liefern. In der Regel ist diese Lieferung steuerfrei. Voraussetzung ist, dass die Ausfuhr nachgewiesen werden kann. Beim Abnehmer kann es sich auch um eine Privatperson handeln. (s. §6 UStG)
BEISPIEL: Sie liefern Maschinen im Wert von 30.000 € an einen Abnehmer in der Schweiz.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 30.000,00
Haben 8120 4120 Steuerfreie Umsätze § 4 Nr. 1a UStG 30.000,00

Sonstige Leistungen

Bei sonstigen Leistungen ist der Ort der sonstigen Leistung entscheidend. Dieser ist in §3a UStG definiert. Ist der Ort in Deutschland, unterliegt der Umsatz der Umsatzsteuer, andernfalls ist er nicht steuerbar. Wo der Ort der sonstigen Leistung liegt, ist jedoch reine Definitionssache und hat nur beschränkt damit zu tun, wo der Unternehmer tatsächlich tätig wurde. So gilt z.B. eine Leistung als Ingenieur immer als beim Kunden ausgeführt, auch wenn der Ingenieur komplett von seinem Büro aus in Deutschland gearbeitet hat (§3a Abs 3). Bei anderen Leistungen (z.B. Bauleistungen), kommt es wiederum darauf an, wo das Grundstück liegt, auf dem die Leistung erbracht wurde. (§3a Abs 2).

Produkt Firmenkunde EU Privatkunde EU Firmenkunde Drittland Privatkunde Drittland
Leistung nach §3a Abs 2 (z.B. Bauleistungen, künstlerischen Tätigkeiten) je nach Ort der Leistungserbringung 7/19% oder nicht steuerbar je nach Ort der Leistungserbringung 7/19% oder nicht steuerbar je nach Ort der Leistungserbringung 7/19% oder nicht steuerbar je nach Ort der Leistungserbringung 7/19% oder nicht steuerbar
Leistung nach §3a Abs 3/4 (z.B. Ingenieure, Datenverarbeitung) nicht steuerbar 7/19% nicht steuerbar nicht steuerbar
Andere sonst. Leistungen gelten als am Firmensitz ausgeführt (§3a Abs 1) 7/19% 7/19% 7/19% 7/19%

BEISPIEL: Sie sind Unternehmensberater und beraten einen Kunden mit Sitz im EU-Ausland

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 10.000,00
Haben 8339 4339 Nicht steuerbare Umsätze EU 10.000,00

 Collmex-Praxis

In den Collmex Komplettpaketen sowie Collmex rechnung steuern Sie verschiedenen Fälle über die Produktart (Artikel/Dienstleistung), die Lieferadresse, die UStId im Kundenstamm sowie dem Kennzeichen 'USt auch im Ausland' (bei sonstigen Leistungen nach §3a Abs 1) sowie dem Kennzeichen 'Privatperson' im Kundenstamm. Wenn Sie die Rechnung in die Buchhaltung übernehmen, werden automatisch die entsprechenden Konten gebucht.

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Mieteinnahmen

Die Vermietung und Verpachtung von Grundstücken ist nach § 4 Nr. 12 Umsatzsteuergesetz von der Umsatzsteuer befreit.

Buchung steuerfreie Erlöse aus Mieteinnahmen

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 8105 4105 Steuerfreie Erlöse nach § 4 Nr. 12 Ustg

Erlöse, die nicht von der Umsatzsteuer befreit sind oder wo auf die Umsatzsteuerbefreiung verzichtet wurde, werden auf die Erlöskonten 8400 (SKR03) und 4400 (SKR04) Erlöse 19 % Ust. gebucht.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 8400 4400 Erlöse 19 % Ust
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 %

 Collmex-Praxis

Die Konten 8105 bzw. 4105 legen Sie unter Verwaltung --> Konto selbst an. Sie sind standardmäßig nicht Collmex-Kontenrahmen enthalten.

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Gutscheine

Sie verkaufen an Ihre Kunden Gutscheine. Dabei stellt sich umsatzsteuerlich die Frage, wann eine umsatzsteuerpflichtige Leistung vorliegt. Also ob bereits die Ausgabe des Gutscheins der Umsatzsteuer unterliegt oder erst dessen Einlösung.

Umsatzsteuerlich sind zwei Fälle zu unterscheiden:

1. Allgemeiner Gutschein: Wird in dem Gutschein keine konkrete Ware oder Leistung bezeichnet, handelt es sich um einen Tausch des Zahlungsmittels (Geld gegen Gutschein). Die Ausgabe des Gutscheins stellt noch keine Lieferung dar. Es liegt auch keine Anzahlung vor. Erst bei der Einlösung des Gutscheins wird die Umsatzsteuer fällig.

BEISPIEL bei Ausgabe

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 1700 3500 Sonstige Verbindlichkeiten

BEISPIEL beim Einlösen

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1700 3500 Sonstige Verbindlichkeiten
Haben 8400 4400 Erlöse 19 % Ust
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 %

Hinweis. Alternativ können Sie für die Gutscheine ein eigenes Verbindlichkeitskonto anlegen.

2. Spezieller Gutschein: Stellen Sie den Gutschein für eine bestimmte Leistung oder Ware aus, unterliegt der gezahlte Betrag als Anzahlung der Umsatzsteuer.

Buchung wie 1. - 3. bei Anzahlungen im Verkauf

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Anlagen

Ein Posten der Bilanz heißt Anlagevermögen. Zum Anlagevermögen gehören nur Dinge, die dem Betrieb auf die Dauer dienen sollen. Dazu gehören immaterielle Wirtschaftsgüter (z.B. Rechte, Patente, Lizenzen), Sachanlagen (z.B. Grundstücke, Bauten, Maschinen, Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) und Finanzanlagen (z.B. Wertpapiere, Beteiligungen).
Beim Anlagevermögen unterscheidet man zwischen abnutzbaren und nicht abnutzbaren Anlagevermögen:

  • Abnutzbar: Dazu gehören unter anderen auf Dauer dem Betrieb gewidmete Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und die Geschäftsausstattung.
  • Nicht abnutzbar: Das sind Grund und Boden, Beteiligungen und andere Finanzanlagen, wenn sie auf Dauer dem Betrieb dienen sollen.

 Collmex-Praxis

Für die Buchung von Anlagegütern stehen eine eigene Vorlagengruppe bzw. eigene Vorlagen zur Verfügung. In Collmex buchhaltung light befinden sich die Vorlagen für die Anlagen in der Vorlagengruppe Ausgaben.

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Kauf von Anlagevermögen (Sachanlagen)

Beim Kauf einer Anlage werden die Anschaffungskosten auf die entsprechenden Anlagekonten gebucht. Die Vorsteuer kann sofort geltend gemacht werden.

Berechnung der Anschaffungskosten:

Kaufpreis (Netto)
+ Nebenkosten (z.B. Maklerprovisionen, Montagekosten, Transportkosten - netto)
- Preisminderungen (Boni, Skonti, Rabatte, Preisnachlässe - netto)
= Anschaffungskosten

Beipiel: Der Unternehmer Müller hat am 1.3.2007 eine Maschine für 14.280 € (incl. 2.280 € Vorsteuer) gekauft.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 14.280,00
Soll 210 440 Maschinen 12.000,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 2.280,00

Ausnahme sind Anlagen, deren Anschaffungskosten bis 1.000 € betragen, sog. geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG).

 Collmex-Praxis

Wenn Sie eine Anlage vor der Nutzung von Collmex gekauft haben, buchen Sie nicht den Anlagenkauf sondern den Restbuchwert der Anlage als Saldenvortrag. In der Anlagenverwaltung geben Sie den Netto-Kaufpreis ein.

BEISPIEL: Sie haben einen Pkw am 1.1.2006 für 35.000 € netto gekauft. Am 1.1.2008 haben Sie mit der Nutzung von Collmex begonnen. Der Pkw wurde bereits über zwei Jahre (2006-2007) abgeschrieben und hat nun einen Wert von 26,250 €.

Buchung zum 1.1.2007

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 320 520 Pkw 26.250,00
Haben 9000 9000 Saldenvorträge 26.250,00

Innergemeinschaftlicher Erwerb von Anlagen

Ein Anlagenkauf wird normalerweise auf das Anlagenkonto gebucht und nicht auf ein Aufwandskonto, da betrieblicher Aufwand erst mit den Abschreibungen entsteht und nicht schon beim Kauf. Auf der anderen Seite muss der Anlagenkauf auf das Konto 3425/5425 gebucht werden, damit der Betrag in der Umsatzsteuervoranmeldung erscheint. Aus diesem Grund wird die Buchung auf das Konto 3425/5425 durch eine gleichzeitige Gegenbuchung wieder ausgeglichen.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 100.000,00
Soll 200 400 Technische Anlagen und Maschinen 100.000,00
Haben 3200 5200 Wareneingang 100.000,00
Soll 3425 5425 Innergemeinschaftlicher Erwerb 100.000,00
Haben 1774 3804 Umsatzsteuer aus innergemein. Erwerb 19.000,00
Soll 1574 1404 Vorsteuer aus innergemein. Erwerb 19.000,00

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Abschreibungsarten

Lineare Abschreibung: Hierbei werden die Anschaffungskosten gleichmäßig über die Nutzungsdauer verteilt.
BEISPIEL: Der Unternehmer Müller kauft einen Computer für 1.500 € Die Nutzungsdauer für Computer beträgt drei Jahre. Die jährliche Abschreibung beträgt 500 € (1.500 : 3 Jahre = 500).

Degressive Abschreibung (Achtung! Darf für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungsdatum nach dem 31.12.2007 nicht angewendet werden.): Bei dieser Methode wird in fallenden Beträgen abgeschrieben. Das hat den Vorteil, dass bereits im Jahr des Anlagenkaufs ein relativ hoher Betrag abgeschrieben werden kann.

Der Abschreibungssatz ist bei der degressiven Abschreibung grundsätzlich auf den letzten Buchwert am Ende des letzten Wirtschaftsjahres anzuwenden. Dabei darf der Abschreibungssatz maximal das Zweifache des linearen Abschreibungssatzes betragen und 20 Prozent nicht übersteigen (gilt ab 1.1.2001).
BEISPIEL: Ein Unternehmer erwirbt eine Maschine im Wert von 20.000 € mit einer Nutzungsdauer von 12 Jahren. Er schreibt seinen Neuerwerb degressiv ab.
Die Abschreibung errechnet sich wie folgt:
Abschreibungssatz = 16,67 % (100 Prozent / 12 Jahre = 8,33 % (linearer Abschreibungssatz); 2-facher linearer Abschreibungssatz: 2 x 8,33 % = 16,67 % (degressiver Abschreibungssatz))

1. Jahr: 20.000 € (Buchwert) x 16,67 % = 3.334 € (Abschreibungsbetrag);
2. Jahr: 16.666 € (Restbuchwert) x 16,67 % = 2.778 € (Abschreibungsbetrag)
3. Jahr: 13.888 € (Restbuchwert) x 16,67 % = 2.315 € (Abschreibungsbetrag)
4. Jahr: ...

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Abschreibung

Wenn Sie ein Wirtschaftgut für Ihr Unternehmen kaufen, das zum Anlagevermögen gehört, können Sie den Kaufpreis nicht sofort als Betriebsausgabe buchen, wenn

  • die Nutzungsdauer mehr als ein Jahr beträgt
  • und der Kaufpreis 150 € übersteigt

Diese Wirtschaftsgüter müssen Sie "abschreiben". Das heißt, Sie buchen jedes Jahr nur einen bestimmten Betrag als Betriebsausgabe. Das ist die so genannte Abschreibung. Die Buchung der Abschreibung erfolgt entweder jährlich in einer Buchung oder monatlich.
Die Höhe des Betrages richtet sich nach der Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes und der gewählten Abschreibungsmethode. Über welchen Zeitraum ein Wirtschaftsgut abgeschrieben wird, ist in der Abschreibungstabelle des Bundesfinanzministeriums definiert.

Haben Sie das Wirtschaftsgut nicht im ersten Monat des Wirtschaftjahres gekauft, darf nicht der volle Jahresbetrag abgeschrieben werden. Stattdessen wird monatsgenau gerechnet.
BEISPIEL: Das Wirtschaftsjahr beginnt am 1.Januar. Im März wurde eine Maschine angeschafft, deren jährliche Abschreibung 1.200 € beträgt. Für das Jahr der Anschaffung dürfen hier nur 1.000 € (10 Monate x 1/12 von 1.200) abgeschrieben werden.

BEISPIEL

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 4830 6220 Abschreibungen auf Sachanlagen 1.000,00
Haben 210 440 Maschinen 1.000,00

 Collmex-Praxis

In Collmex steht ein automatischer Abschreibungslauf zur Verfügung, mit dem alle Anlagen in einem Arbeitsschritt abgeschrieben werden können. Wenn Sie manuelle Abschreibungen vornehmen möchten, verwenden Sie die Vorlage Abschreibung in der Vorlagengruppe Anlagen.

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Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Vor 2008 konnten Wirtschaftsgüter bis zu einer Grenze von 410 € netto sofort abgeschrieben werden. Die Grenze verringert sich ab 2008 auf 150 €, d.h. nur noch bei einem Anschaffungswert unter 150 € kann der Kauf direkt als Betriebsausgabe gebucht werden.

BEISPIEL Sofortabschreibung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 119,00
Soll 4855 6220 Sofortabschreibung GWG 100,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 19,00

Für Wirtschaftsgüter von über 150 bis maximal 1.000 € gilt eine Poollösung. Sämtliche Wirtschaftsgüter, die innerhalb eines Jahres angeschafft werden und die oben genannte Wertgrenze nicht überschreiten, werden in einem Pool zusammengefasst. Jeder Pool wird wie ein einzelnes Wirtschaftsgut behandelt und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben unabhängig von Veräußerungen, Entnahmen oder Wertminderungen. Die Regelung gilt für alle Wirtschaftsgüter, die nach dem 31.12.2007 angeschafft wurden.

BEISPIEL beim Kauf eines Wirtschaftsgutes, das über 150 bis 1.000 € (ohne Mehrwertsteuer) kostet.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1.190,00
Soll 480 670 Geringwertige Wirtschaftsgüter 1.000,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 190,00

Abschreibungsbeispiel Sammelposten (1/5 des Gesamtwertes): Der Sammelposten hat einen Wert von 5.000 €. Es werden am Jahresende 1.000 € abgeschrieben.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 4860 6262 Abschreibungen auf GWG 1.000,00
Haben 480 670 Geringwertige Wirtschaftsgüter 1.000,00

 Collmex-Praxis

Für den Anlagen-Pool steht in der Anlagenverwaltung eine eigene Funktion zur Verfügung (nicht in allen Versionen).

Vorgehensweise (nicht für Collmex buchhaltung light)

  • Klicken Sie in Anlage anlegen auf den Link Sammelposten GWG anlegen. Für jedes Geschäftsjahr wird immer nur ein Sammelposten angelegt. Alle Anlagegüter zwischen 150 und 1.000 € netto werden auf diesen Sammelposten gebucht.
  • Buchen Sie den Kauf des Wirtschaftsgutes mit der Vorlage Anlagenkauf. In der Vorlage geben Sie als Konto bei Position zwei 480 (SKR03) bzw. 670 (SKR04) ein. In das Feld Anlage kommt die Anlagennummer des Sammelpostens.
  • Anschließend kehren Sie in den Sammelposten zurück und klicken auf die Schaltfläche Aus Belegen ermitteln. Das Programm errechnet dann den Wert der Anlage anhand aller zu dem Sammelposten gebuchten Belege.
  • Die Abschreibung des Sammelpostens erfolgt analog zu normalen Anlagen entweder manuell oder mit dem Abschreibungslauf. Bevor Sie den Abschreibungslauf durchführen, aktualisieren Sie auf jeden Fall den Sammelposten, indem Sie auf die Schaltfläche Aus Belegen ermitteln klicken.

Vorgehensweise nur für Collmex buchhaltung light

In Collmex buchhaltung light ist keine Anlagenverwaltung integriert. Sie verwalten deshalb den Sammelposten außerhalb des Programms als Liste. Am Jahresende ermitteln den Gesamtwert und daraus den Abschreibungsbetrag.

  • Buchen Sie die Vorsteuer aus dem Anlagenkauf mit der Vorlage Vorsteuer für Anlagenkauf.
  • Legen Sie sich eine Liste an, in der Sie die Nettobeträge aller im Laufe eines Jahres erworbenen Anlagegüter zwischen 150 und 1000 € erfassen.
  • Am Jahresende addieren Sie die Beträge und teilen die Summe durch fünf (Der Sammelposten wird über fünf Jahre abgeschrieben).
  • Nun buchen Sie die Abschreibung als Ausgabe. Für die Buchung stehen die Konten 4860 (SKR03) bzw. 6262 (SKR04) zur Verfügung.
  • Da der Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben wird, buchen Sie am Jahresende der vier folgenden Jahre ebenfalls ein Fünftel als Abschreibung.

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Sonderabschreibungen

Zusätzlich zur normalen Abschreibung können außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden z.B. auf Grund von außergewöhnlicher wirtschaftlicher Abnutzung oder Beschädigung.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 4840 6280 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen
Haben 210 400 Maschinen

 Collmex-Praxis

Buchungsvorlagengruppe Anlagen --> Außerplanmäßige Abschreibung

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Verkauf von Anlagevermögen (Sachanlagen)

Wenn Sie Anlagengüter verkaufen, sind folgende Aktionen auszuführen:

  1. Buchung der Abschreibung
  2. Buchung des Anlagenabgangs (Restbuchwertes)
  3. Buchung des Verkaufs: Bitte beachten Sie, dass der Verkaufs von Anlagen umsatzsteuerpflichtig ist.
Der Restbuchwert der Anlage wird wie folgt ermittelt:
Nettoverkaufspreis
- Restbuchwert
= Buchgewinn bzw. Buchverlust

BEISPIEL Buchgewinn: Sie verkaufen am 12.5.2007 einen Pkw für 8.000 € + 1.520 € USt = 9.520 €. In der Vorjahresbilanz ist der Pkw noch mit einem Wert von 7.000 € ausgewiesen. Die Abschreibung im Jahr des Verkaufs (2007) beträgt 1.000 €.
Der Buchgewinn wird wie folgt ermittelt:

Nettoverkaufserlös 8.000 €
- Restbuchwert (7.000 € - 1.000 €) - 6.000 €
= Buchgewinn 2.000 €

Buchung Verkauf mit Buchgewinn

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 9.520,00
Haben 8820 4845 Erlöse aus Anlagenverkäufen (Buchgewinn) 8.000,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 1.520,00

Buchung Anlagenabgang mit Buchgewinn

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 2315 4900 Anlagenabgänge (Buchgewinn) 6.000,00
Haben 320 520 Pkw 6.000,00

Buchung Anlagenverkauf mit Buchverlust

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 9.520,00
Haben 8801 6885 Erlöse aus Anlagenverkäufen (Buchverlust) 8.000,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 1.520,00

Buchung Anlagenabgang mit Buchverlust

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 2310 6895 Anlagenabgänge (Buchverlust) 6.000,00
Haben 320 520 Pkw 6.000,00

Steuerfreie Abgänge (z.B. bei Grundstücken) werden auf folgende Konten gebucht:

SKR03 SKR04 Name
2320 6900 Verluste aus Anlagenabgängen
2720 4900 Erträge aus Anlagenabgängen

BEISPIEL Verlust

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 2310 6895 Anlagenabgänge (Buchverlust) 6.000,00
Haben 2320 6900 Verluste aus Anlagenabgängen 6.000,00

BEISPIEL Gewinn

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 2315 4855 Anlagenabgänge (Buchgewinn) 6.000,00
Haben 2720 4900 Erträge aus Anlagenabgängen 6.000,00

 Collmex-Praxis

Buchungsvorlagengruppe Anlagen

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Anlagenspiegel

Zum Anlagenverzeichnis eines Geschäftsjahres werden die Vermögensgegenstände unter Einbeziehung der Abschreibungen aufgelistet.

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Investitionsabzugsbetrag

Der Investitionsabzugsbetrag hat das Ziel, kleinen und mittleren Betrieben zukünftige Investitionen zu erleichtern. Zu diesem Zweck besteht laut § 7g Einkommensteuergesetz die Möglichkeit, für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsguts bis zu 40 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gewinnmindernd abziehen.

Der Investitionsabzugsbetrag ist erstmals für Wirtschaftsjahre anzuwenden, die nach dem 17. August 2007 enden. Davor konnte eine Ansparrücklage gebildet werden.

Buchung Investitionsabzugsbetrag

1. Bildung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 2343 6924 Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil (Investitionsabzugsbetrag) 40.000,00
Haben 930 2980 Sonderposten mit Rücklagenanteil 40.000,00

2. Auflösung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 930 2980 Sonderposten mit Rücklagenanteil 40.000,00
Haben 2740 4935 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil (steuerfreie Rücklagen) 40.000,00

 Collmex-Praxis

Konten, die im Standard-Kontenrahmen von Collmex nicht vorhanden sind, legen Sie unter Verwaltung bzw. Firma --> Konto .

Die Umsätze aus dem Investitionsabzugsbetrag gehören in den Bereich Ergänzende Angaben der Anlage EÜR. Leider ist es nicht möglich die "Ergänzenden Angaben" eindeutig aus der Buchhaltung zu ermitteln, da es sich hierbei um steuerliche Korrekturen handelt.

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Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Im Bau oder in der Erstellung befindliche Anlagen müssen in der Bilanz gesondert ausgewiesen werden. Anzahlungen auf solche Anlagen werden als Anlagevermögen in der Bilanz ausgewiesen, denn Sie gelten als flüssige Mittel, die in der Anlage festgelegt worden sind.

BEISPIEL: Sie haben ein Unternehmen beauftragt eine Ladeneinrichtung zu erstellen. Dem Fortschritt entsprechend leisten Sie eine Anzahlung in Höhe von 11.900,- €. Sie legen die Anlage an und buchen wie folgt:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 498 700 Andere Anlagen, Betriebsausstattung im Bau 10.000,00
Soll 1576 2100 Vorsteuer 19 % 1.900,00
Haben 1200 1800 Bank 11.900,00

Nach der Fertigstellung werden die auf den Übergangskonten "Anlagen im Bau" gebuchten Beträge auf die entsprechenden Anlagekonten umgebucht.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 300 500 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.000,00
Haben 498 700 Andere Anlagen, Betriebsausstattung im Bau 10.000,00

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Privat

Privatentnahmen

Eine Privatentnahme liegt vor, wenn ein Wirtschaftsgut aus dem Betriebsvermögen in das Privatvermögen überführt wird. Privatentnahmen sind teilweise umsatzsteuerpflichtig.

Man unterscheidet folgende Arten von Privatentnahmen:

  • Geldentnahme
  • Sachentnahme (z.B. Inhaber einer Möbelmanufaktur entnimmt Möbel für sein Privathaus)
  • Private Nutzung (z.B. des Geschäftstelefons)
  • Entnahme Leistungen (z.B. Inhaber eines Malergeschäfts lässt seine Angestellten die Privatwohnung renovieren)

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Geldentnahme

Die Geldentnahme ist nicht umsatzsteuerpflichtig.
BEISPIEL: Der Unternehmer Müller entnimmt im Juli 2007 aus der Geschäftskasse 2.500 € für einen Urlaub.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 2.500,00
Soll 1800 2100 Privatentnahmen allgemein 2.500,00

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Sachentnahme

Eine Sachentnahme ist dann umsatzsteuerpflichtig, wenn der Unternehmer einen Gegenstand aus seinem Unternehmen im Inland entnimmt und für Zwecke außerhalb der Unternehmens verwendet. Und wenn der Gegenstand vorsteuerabzugsfähig war.
Der Wert des Gegenstandes wird entweder nach dem Nettoeinkaufspreis (Wenn der Gegenstand eingekauft wurde) oder nach den Selbstkosten (Wenn der Gegenstand im Unternehmen hergestellt wurde) festgelegt. Zur Vereinfachung wurden Pauschbeträge für bestimmte Gewerbezweige amtlich festgelegt.

BEISPIEL Nettoeinkaufspreis: Der Unternehmer Schmidt entnimmt im Juni 2007 aus seinem Unternehmen Waren im Wert von 119 € (incl. 19 % USt.). Zu diesem Preis hatte er sie im Januar eingekauft.
Durch zwischenzeitliche Preisververänderung liegt der Wiederbeschaffungswert nun bei 125 €. Für die Berechnung der Umsatzsteuer müssen also 125 € angesetzt werden.

BEISPIEL Selbstkosten: Ein Ehepaar besitzt ein Restaurant in Berlin. Ihre Sachentnahmen bewerten Sie mit Pauschbeträgen:

steuerpflichtige Umsätze 7 % 19 % gesamt
Ehefrau 852,00 396 1.248,00
Ehemann 852,00 396 1.248,00
Bemessungsgrundlage 1.704,00 792,00 2.496,00

1. Buchung der steuerpflichtigen Umsätze 19 % von 792,00 €:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1800 2100 Privatentnahmen allgemein 942,48
Haben 8910 4620 Entnahme durch den Unternehmer ... 19 % Ust. 792,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 150,48

2. Buchung der steuerpflichtigen Umsätze 7 % von 792,00 €:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1800 2100 Privatentnahmen allgemein 1.823,28
Haben 8915 4610 Entnahme durch den Unternehmer ... 7 % Ust. 1.704,00
Haben 1771 3801 Umsatzsteuer 7 % 119,28

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Private Kfz-Nutzung

Der Anteil der privaten Nutzung eines PKW kann entweder durch ein Fahrtenbuch, mit der 1%-Methode oder durch Schätzung ermittelt werden. Die Nutzung wird besteuert.

BEISPIEL Fahrtenbuchmethode

Ein Unternehmer nutzt den Geschäftswagen zu 20 % für private Zwecke. Im Monat August sind für das Fahrzeug folgende Kosten entstanden:

a) Kosten, die zum Vorsteuerabzug berechtigt haben
Abschreibung 300 €
Benzin 200 €
Reparaturen 2.000 € 2.500 €
b) Kosten ohne Vorsteuer
Kfz-Steuer und Kfz-Versicherung 100 €
Gesamtkosten 2.600 €

» Steuerpflichtige unentgeltliche sonstige Leistung: 500 € (20 % von 2.500 €)
» Entnahme von sonstigen Leistungen (ohne Umsatzsteuer): 20 € (20 % von 100 €)

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1800 2100 Privatentnahmen allgemein Privatanteil gesamt 520,00
Haben 8921 4645 Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens 19 % USt (Kfz-Nutzung) Privatanteil (z.B.20 %) der steuerpflichtigen Kosten - 19 % 420,17
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 19 % Umsatzsteuer (z.B. 19 % von 500,00) 79,83
Haben 8924 4639 Verwendung von Gegenständen f. Zwecke außerh. d. Unternehmens ohne USt z.B. Kfz-Nutzung Privatanteil (z.B.20 %) der Kosten, die nicht der Umsatzsteuer unterliegen 20,00

BEISPIEL 1 %-Methode

Bruttolistenpreis des PKW bei der Erstzulassung 25.000 €
davon 1 % = 250 € x 12 Monate = 3.000 €
- 20 % Abschlag für Kosten ohne Umsatzsteuer 600 €
= Bemessungsgrundlage für ein Jahr 2.400 €

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag Betrag
Soll 1800 2100 Privatentnahmen allgemein Privatanteil brutto 3.456,00
Haben 8921 4645 Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens 19 % USt (Kfz-Nutzung) Bemessungsgrundlage für ein Jahr 2.400,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19% Umsatzsteuer 19% 456,00
Haben 8924 4639 Verwendung von Gegenständen f. Zwecke außerh. d. Unternehmens ohne USt z.B. Kfz-Nutzung 20 % der Kosten ohne Umsatzsteuer 600,00

Schätzung

Schätzen Sie den Anteil für die private Nutzung und gehen Sie dann vor wie bei der Fahrtenbuchmethode.

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Private Nutzung der Telefonanlage

Die private Nutzung der betrieblichen Telefonanlage ist eine steuerpflichtige Leistung, die als Privatentnahme zu verbuchen ist. Berechnung: Wert der Anlage (ohne Vorsteuer) : 5 Jahre Nutzungsdauer = Betrag x Anteil der privaten Nutzung in Prozent (z.B. 1.500,- € : 5 (Jahre) = 300,- € x 20 (Privatanteil)= 60,- €).

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1800 2100 Privatentnahmen allgemein 71,40
Haben 8922 4646 Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens 19 % USt (Telefon-Nutzung) 60,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 11,40

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Privater Anteil der Telefonkosten (Grundgebühr, Gesprächsgebühren usw.)

Der private Anteil an den Telefonkosten unterliegt nicht der Umsatzsteuer, da er keine unentgeltliche Leistung darstellt. Die Vorsteuer von 19 % ist abziehbar.

BEISPIEL:
Ein Unternehmer nutzt sein Geschäftstelefon zu 10 % für private Zwecke. Die Telefonkosten betrugen im Februar 2007 200 € + 38 € Vorsteuer. Die Kosten wurden vom Bankkonto abgebucht.

Buchung bei Abbuchung der Rechnung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1800 2100 Privatentnahmen allgemein 23,80
Soll 4920 6805 Telefon 200,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 34,20
Haben 1200 1800 Bank 238,00
Haben 8924 4639 Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens ohne 19 % USt (Telefon-Nutzung) 20,00

Die Buchung des privaten Anteils kann auch am Jahresende erfolgen. Die Buchung sieht dann z.B. so aus:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1800 2100 Privatentnahmen 285,60
Haben 8924 4639 Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens 19 % USt 240,00
Haben 1576 1406 Vorsteuer 19 % 45,60

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Entnahme von Leistungen

BEISPIEL: Ein Malermeister setzt einen seiner Gesellen zur Renovierung seines Wohnhauses ein. Dabei verwendet er Tapeten und Farben aus seinem Lager im Wert von netto 2.500 €. Die Renovierungsarbeiten werden mit 6.250 € bewertet. Das ergibt zusammen 8.750 € + 1.662,50 € Umsatzsteuer.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1800 2100 Privatentnahmen 10.412,50
Haben 8925 4660 Unentgeltliche Erbringung einer sonstigen Leistung 19% Ust. 8.750,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 1.662,50

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Privateinlagen

Eine Privateinlage liegt vor, wenn ein Wirtschaftsgut, Rechte, Geld o. Ä. aus dem Privatvermögen in das Betriebsvermögen überführt werden. Sie unterliegen nicht der Umsatzsteuer. Bei der Buchung wird der Nettowert des Wirtschaftsgutes angesetzt.

BEISPIEL: Ein Unternehmer überweist 10.000 € von seinem Privatkonto auf das Geschäftskonto. In diesem Fall ist folgende Buchung erforderlich:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 10.000
Haben 1890 2180 Privateinlagen 10.000

Handelt es sich um andere Wirtschaftsgüter, werden statt der Bank entsprechend andere Konten verwendet. Diese können z.B. Waren- oder Anlagekonten sein.

 Collmex-Praxis

Für die Buchung von Privat-Entnahmen und -Einlagen gibt eine eigene Vorlagengruppe mit dem Titel "Privat".

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Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer

Wenn Sie ein Arbeitszimmer in Ihrer Privat-Wohnung geschäftlich nutzen, können Sie die Kosten (Miete und Nebenkosten) anteilig als Betriebsausgaben geltend machen. Die Buchung erfolgt auf die Konten 4288 (SKR03) bzw. 6348 (SKR04).

BEISPIEL: Die Privat-Wohnung von Frau Müller hat eine Größe 100 qm, das Arbeitszimmer hat 10 qm. Die jährliche Kosten für die Wohnung inklusive Nebenkosten betragen 8.400 € und wurde jeweils vom Privatkonto abgebucht. Da das Arbeitszimmer 10 % der Wohnung einnimmt, kann Frau Müller 10 % der Kosten 840 € als Betriebsausgaben ansetzen.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 4288 6348 Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer (abziehbarer Anteil) 840,00
Haben 1890 2180 Privateinlagen 840,00

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Finanzen

Sammelüberweisung und Sammellastschrift

Bei einer Sammelüberweisung oder Sammellastschrift werden mehrere Überweisungen oder Lastschriften in einem Auftrag an die Bank übermittelt. Üblicherweise wird die Summe der enthaltenen Überweisungen oder Lastschriften in einem einzigen Posten auf Ihrem Kontoauszug abgebucht oder gutgeschrieben.

Wenn Sie z.B. 10 Überweisungen in einer Sammelüberweisung an die Bank übermitteln, erscheint trotzdem nur ein einziger Umsatz auf Ihrem Kontoauszug mit der Summe der 10 enthaltenen Überweisungen.

In Collmex legen Sie Sammelüberweisungen und Sammellastschriften direkt aus den offenen Posten heraus an und übermitteln diese dann entweder per integriertem HBCI-Modul an die Bank oder Sie exportieren die DTAUS-Datei zur externen Weiterverarbeitung.

Die Buchung erfolgt in zwei Schritten:

  1. Übermittlung des Auftrag an die Bank: Ausgleich der offenen Posten gegen das Geldtransit-Konto.
  2. Nach erfolgter Gutschrift oder Lastschrift auf dem Kontoauszug: Ausgleich des Geldtransit-Kontos gegen Bank

BEISPIEL: Sie haben zwei offene Lieferantenrechnungen zu 80,00 € und 20,00 € als Verbindlichkeit. In Collmex legen Sie unter 'Buchhaltung -> Zahlungen -> Zahlungen anlegen -> Offene Posten suchen' eine Sammelüberweisung an. Bei der Übermittlung an die Bank bucht das Programm automatisch wie folgt:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1360 1460 Geldtransit 100,00
Soll 1600 3300 Verbindlichkeiten aus Lief. und Leist. 80,00
Soll 1600 3300 Verbindlichkeiten aus Lief. und Leist. 20,00

Einige Tage später erscheint die Sammelüberweisung als ein Posten mit 100,00 € auf Ihrem Kontoauszug. Nutzen Sie die Buchungsvorlage unter 'Belege buchen -> Finanzen -> Sammelüberweisung', um das Geldtransitkonto wieder auszugleichen:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 100,00
Soll 1360 1460 Geldtransit 100,00

Achtung: Sollten die Überweisungen oder Lastschriften auf dem Kontoauszug einzeln ausgewiesen werden, wenden Sie sich an Ihre Bank mit der Bitte dies umzustellen.

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Kreditkarten-Zahlung (Einkauf)

Wenn Sie Einkäufe mit der Kreditkarte statt mit Bargeld bezahlen, ist folgendes zu beachten: Die Belastung des Bankkontos erfolgt zu einem anderen Zeitpunkt als die Zahlung. Es sind deshalb zwei Buchungsschritte erforderlich:

  1. Buchung der Ausgabe
  2. Abbuchung vom Bankkonto (Kreditkartenabrechnung)

Für die Kreditkarte stehen die Konten 1730 (SKR03) und 3610 (SKR04) zur Verfügung.

BEISPIEL: Frau Schmidt betankt am 3.1.2007 ihren Geschäftswagen und bezahlt die Rechnung in Höhe von 59,50 € mit ihrer Kreditkarte. Am 1.2.2007 erhält Sie die Kreditkartenabrechnung. Der Betrag wird am selben Tag vom Konto abgebucht.

1. Buchung der Zahlung mit Belegdatum 3.1.2007

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1730 3610 Kreditkartenabrechnung 59,50
Soll 4530 6530 Laufende Kfz-Betriebskosten 50,00
Soll 1576 1406 Abziehbare Vorsteuer 19 % 9,50

2. Buchung der Kreditkartenabrechnung mit Belegdatum 1.2.2007

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 59,50
Soll 1730 3610 Kreditkartenabrechnung 59,50

Kreditkartenabrechnung mit mehreren Positionen

Jede Zahlung, die Sie mit Ihrer Kreditkarte tätigen, buchen Sie als einzelnen Beleg. Die Buchung der Kreditkartenabrechnung erfolgt in einem Betrag.

Gebühren für den Auslandseinsatz der Kreditkarte

BEISPIEL bei Kfz-Kosten

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1730 3610 Kreditkartenabrechnung 101,00
Soll 4530 6530 Laufende Kfz-Betriebskosten 100,00
Soll 4970 6855 Kosten des Geldverkehrs 1,00

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Kreditkarten-Zahlung (Verkauf)

Zahlt Ihr Kunde mit einer Kredit- oder EC-Karte wird der Betrag häufig nicht direkt Ihrem Firmenkonto gutgeschrieben. Der Betrag wird deshalb zunächst auf das Konto Geldtransit gebucht. Erst beim Eingang der Zahlung wird der Betrag auf das Bankkonto umgebucht.

BEISPIEL

Ihr Kunde kauft eine Ware für 119 € (incl. 19 % Umsatzsteuer) und zahlt mit seiner Kreditkarte.

Buchung beim Verkauf

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1360 1460 Geldtransit 119,00
Haben 8400 4400 Erlöse 19 % 100,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 19,00

Buchung beim Zahlungseingang auf Ihrem Bankkonto. In der Regel zieht die Kreditkartengesellschaft die Gebühr gleich ab.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1360 1460 Geldtransit 119,00
Soll 1200 1800 Bank 115,25
Soll 4970 6855 Kosten des Geldverkehrs 3,15
Soll 1576 1406 Abziehbare Vorsteuer 19 % 0,60

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Paypal-Konto

Paypal ist ein Online-Zahlungsdienstleister und gehört zu eBay. Am 2.7.2007 ist Paypal eine Bank geworden. Das besondere bei Paypal ist, dass die Finanzdaten (z.B. Konto, Kreditkartennummer) des Senders dem Empfänger der Zahlung verborgen bleiben. So wird Missbrauch vorgebeugt.

Das Paypal-Konto wird ebenso behandelt wie normale Bankkonten. Sie legen dafür ein eigenes Buchhaltungs-Konto an.
BEISPIEL: Sie haben über Ihren Webshop einen Artikel für 100 € (zzgl. 19 € Umsatzsteuer ) verkauft. Der Betrag wird abzüglich der Paypal-Gebühren Ihrem Paypal-Konto gutgeschrieben.

Buchung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1220 1820 Paypal 117,00
Soll 4970 6855 Kosten des Geldverkehrs 2,00
Haben 8410 4410 Erlöse 19 % Ust. 100,00
Haben 1776 3806 Umsatzsteuer 19 % 19,00

Überweisung auf Ihr Bankkonto

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 117,00
Haben 1220 1820 Paypal 117,00

 Collmex-Praxis

In Collmex legen Sie unter Verwaltung --> Konto --> anlegen ein eigenes Konto für Paypal an. Im Moment ist es leider noch nicht möglich, Kontoauszüge von Paypal in Collmex zu importieren.

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Darlehen

Bei den Darlehen unterscheidet man zwischen

  • kurzfristigen - Restlaufzeit bis 1 Jahr
  • mittelfristigen - Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
  • langfristigen - Restlaufzeit mehr als 5 Jahre

Für die Buchung stehen folgende Konten zur Verfügung:

  • 0631 (SKR04: 3151) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - Restlaufzeit bis 1 Jahr
  • 0640 (SKR04: 3160) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
  • 0630 (SKR04: 3150) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
  • Für Privatdarlehen: 1705 (SKR04: 3560) Darlehen

Häufig ist der Rückzahlungsbetrag höher als der Ausgabebetrag. Die Differenz bezeichnet man als Damnum/Disagio. Sie wird auf das Konto 0986 (Damnum/Disagio) gebucht. Der Betrag wird über die Laufzeit des Kredits verteilt. Im Jahr der Kreditaufnahme erfolgt die Verteilung taggenau.

Darlehensaufnahme

BEISPIEL: Ein Unternehmer nimmt am 1.7.2007 ein Darlehen in Höhe von 50.000 € für eine Laufzeit von 10 Jahren auf. Das Damnum/Disagio beträgt 2 %, der Zinssatz 5 %. Die Auszahlung erfolgt abzüglich 2 % Damnum/Disagio.

Buchung bei der Darlehensaufnahme

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1200 1800 Bank 49.000,00
Soll 0986 1940 Damnum/Disagio 1.000,00
Haben 0630 3150 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.000,00

Da das Damnum/Disagio auf die Laufzeit des Darlehens zu verteilen (1.000 € : 10 Jahre = 100 €) ist und im Jahr der Darlehensaufnahme taggenau (100 € : 2 = 50 €) zu verteilen ist, erfolgt am 31.12.2007 folgende Buchung:

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 2120 7320 Zinsaufwendungen 50,00
Haben 0986 1940 Damnum/Disagio 50,00

Darlehensrückzahlung

Es werden grundsätzlich drei Darlehensarten unterschieden:

  • Fälligkeitsdarlehen: Die Rückzahlung erfolgt in einem Betrag nach Ablauf der Darlehensfrist.
  • Ratendarlehen: Dabei wird das Darlehen in immer gleichen Raten getilgt.
  • Annuitätendarlehen: Die jährliche Summe aus Tilgung und Zinsen ist immer gleich groß. Durch die Tilgung verringert sich die Schuldsumme permanent. Dadurch werden die jährlichen Zinsbeträge immer kleiner und die Tilgungsbeträge immer größer.

BEISPIEL: Am 1.7.2007 wurde ein Bankdarlehen in Höhe von 1.000.000 € aufgenommen. Das Darlehen wird in gleich bleibenden Raten von 100.000 € über 10 Jahre getilgt. Die erste Rate wird am 1.7.2006 fällig. Der Zinssatz beträgt 5 %.

Buchung der Tilgung und der Zinsaufwendung am 1.7.2006 (bei anderen Laufzeiten wird statt dem Konto 0630 ein anderes verwendet (siehe oben)

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 105.000,00
Soll 0630 3150 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.000,00
Soll 2120 7320 Zinsaufwendungen 5.000,00

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Leasing

Beim Leasing ist für die Buchhaltung zunächst die Frage zu klären, wem der Leasinggegenstand zuzurechnen ist.

  1. Der Leasinggegenstand ist dem Leasinggeber zuzuordnen, wenn
    • der Leasingvertrag keine Kauf- oder Verlängerungsoption enthält und
    • die Grundmietzeit mindestens 40 % aber höchstens 90 % der gewöhnlichen Nutzungsdauer beträgt.
  2. Der Gegenstand wird dem Leasingnehmer zugeordnet, wenn
    • der Leasingvertrag keine Kauf- oder Verlängerungsoption enthält und
    • die Grundmietzeit weniger 40 % oder mehr als 90 % der gewöhnlichen Nutzungsdauer beträgt.

Zu 1. BEISPIEL der Leasingrate beim Leasingnehmer

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Haben 1200 1800 Bank 1.190,00
Soll 4810 6840 Mietleasing 1.000,00
Soll 1576 1406 Vorsteuer 19 % 190,00

Zu 2. Fragen Sie zu diesem Fall bitte einen Steuerberater.

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Zinserträge

BEISPIEL Tagesgeld-Konto für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften i.S.d. § 264a HGB: Kapitalertragssteuer (Zinsabschlagsteuer) und Solidaritätszuschlag werden auf separate Konten gebucht.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1260 1860 Tagesgeld-Konto 1.256,33
Soll 2215 7635 Zinsabschlagssteuer 551,42
Soll 2208 7608 Solidaritätszuschlag 30,32
Haben 2650 7100 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.838,07

BEISPIEL Tagesgeld-Konto für Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit einer natürlichen Person als Vollhafter (z.B. KG, OHG): Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag werden zusammen auf das Konto Privatsteuern gebucht.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 1260 1860 Tagesgeld-Konto 1.256,33
Soll 1810 2150 Privatsteuern 581,74
Haben 2650 7100 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.838,07

» Inhalt


Personal

Lohn und Gehalt

Personlkosten sind alle Kosten, die durch die Beschäftigung von Arbeitnehmern verursacht werden. Dazu gehören:

  • Lohn (Arbeiter) und Gehalt (Angestellte). Dazu gehören auch Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen, Sachbezüge und Urlaubsgeld.
  • Gesetzliche soziale Aufwendungen (Arbeitgeberanteil zur Kranken-, Rente-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung)
  • Freiwillige soziale Aufwendungen (Zuschüsse zu Kantinen, Betriebskindergarten, Sport usw.)

Gehaltszahlung . Handelt es sich um Löhne, verwenden Sie die Konten 4110 (SKR03) bzw. 6010 (SKR04)

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 4120 6020 Gehälter
Soll 4130 6110 Gesetzliche soziale Aufwendungen
Soll 4170 6080 Vermögenswirksame Leistungen (bei Bedarf)
Haben 1741 3730 Verb. aus Lohn- und Kirchensteuer
Haben 1742 3740 Verb. im Rahmen der sozialen Sicherheit
Haben 1750 3770 Verb. im Rahmen der Vermögensbildung (bei Bedarf)
Haben 1200 1800 Bank

Zahlung der Lohn- und Kirchensteuer

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1741 3730 Verb. aus Lohn- und Kirchensteuer
Haben 1200 1800 Bank

Zahlung Versicherungen

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1742 3740 Verb. im Rahmen der sozialen Sicherheit
Haben 1200 1800 Bank

Zahlung der vermögenswirksamen Leistungen

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1750 3770 Verb. im Rahmen der Vermögensbildung (bei Bedarf)
Haben 1200 1800 Bank

Gesetzliche Unfallversicherung

Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung trägt der Arbeitgeber allein.

Buchung der Zahlung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 4138 6120 Beiträge zur Berufsgenossenschaft
Haben 1200 1800 Bank

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Geringverdiener (Auszubildende)

Die Sozialversicherungsbeiträge von versicherungspflichtigen Auszubildenden trägt der Arbeitgeber allein, wenn die Ausbildungsvergütung 325 € monatlich nicht übersteigt.

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 4120 6020 Gehälter
Soll 4130 6110 Gesetzliche soziale Aufwendungen
Haben 1200 1800 Bank

» Inhalt


Vorschüsse

Zahlt der Arbeitgeber Lohn oder Gehalt vor dem festgesetzten Termin, handelt es sich um einen Vorschuss. Der Vorschuss ist eine Forderung des Arbeitgebers gegen den Arbeitnehmer, er stellt also keinen Aufwand dar.

Vorschusszahlung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1530 1340 Forderungen gegen Personal
Haben 1200 1800 Bank (bei Barauszahlung Konto Kasse)

Die Rückzahlung erfolgt entweder per Überweisung oder der Vorschuss wird mit dem Gehalt verrechnet.

Rückzahlung Vorschuss per Überweisung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank (bei Barauszahlung Konto Kasse)
Haben 1530 1340 Forderungen gegen Personal

Verrechnung des Vorschusses mit dem Gehalt

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 4120 6020 Gehälter
Haben 1530 1340 Forderungen gegen Personal
Haben 1741 3730 Verbind. aus Lohn- und Kirchensteuer
Haben 1742 3740 Verbind. im R. der sozialen Sicherheit
Haben 1740 3720 Verbind. aus Lohn und Gehalt

» Inhalt


Geringfügige Beschäftigungen

Bei den geringfügigen Beschäftigung wird unterschieden nach:

  • geringfügig entlohnter Beschäftigung und
  • kurzfristiger Beschäftigung

» Inhalt



 Collmex-Praxis

Für die Buchungen zum Personal steht eine eigene Vorlagengruppe zur Verfügung (nicht in Collmex buchhaltung light).

» Inhalt


Jahresabschluss

Am Ende eines jeden Geschäftsjahres sind neben der Belegbuchung folgende Tätigkeiten auszuführen:

 Collmex-Praxis

Ein Abschluss der Konten und ein Saldovortrag in das nächste Jahr ist bei Collmex nicht notwendig und auch nicht vorgesehen. Da die Salden des Vorjahres automatisch in das nächste Geschäftsjahr übernommen werden, müssen die Konten nicht abgeschlossen werden. Dies erleichtert den Jahresabschluss enorm und ermöglicht das gleichzeitige Buchen in mehreren Geschäftsjahren.


Umsatzsteuer-Erklärung

Für die Erstellungen der Umsatzsteuer-Erklärung gehen Sie wie folgt vor:

  • Laden Sie sich das Formular unter diesem Link herunter.
  • Werten Sie unter Belege --> Salden anzeigen nacheinander die Konten der Gruppen Vorsteuer, Umsatzsteuer und Einnahmen aus und übertragen Sie die Salden in das Formular.

» Inhalt


Inventur und Bestandsveränderungen buchen (Nicht bei Einnahme-Überschuss-Rechnung)

Zum Jahreswechsel erstellen Sie eine Inventurliste, in der Sie alle Vorräte, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfassen.

Hat sich der Bestand zum Vorjahr verändert, muss die Bestandsveränderung gebucht werden.

BEISPIEL Bestandsminderung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 3960 4800 Bestandsveränderungen
Haben 3980 1140 Bestand Waren

Buchung Bestandsmehrung

S/H SKR03 SKR04 Name
Haben 3960 4800 Bestandsveränderungen
Soll 3980 1140 Bestand Waren

 Collmex-Praxis

In den Versionen Collmex plus und pro steht im Menü Warenwirtschaft eine Inventurliste zur Verfügung.

» Inhalt


Gewinnverwendung (Nicht bei Einnahme-Überschuss-Rechnung)

Der Gewinn des Vorjahres erscheint automatisch in der Bilanz des nächsten Jahres unter dem Bilanzposten Gewinnvortrag. Ebenfalls in diesen Bilanzposten gehen die Konten 860 (SKR03) bzw. 2970 (SKR04) ein. Wenn im aktuellen Jahr fest steht, wie der Gewinn des Vorjahres verwendet werden soll, wird dieser üblicherweise entsprechend der Verwendung diesen Konten auf ein anderes Konto umgebucht (z.B. Eigenkapitalkonten). In der Folge verschwindet der Bilanzposten aus der Bilanz des aktuellen Jahres.

» Inhalt


Gewinnermittlung

» Inhalt


Gewinnausschüttung (GmbH)

Der Gewinn einer GmbH kann an die Gesellschafter ausgeschüttet werden und/oder als Rücklage in der Gesellschaft verbleiben. Wird der Gewinn ausgeschüttet, müssen Kapitalerstragssteuer und Solidaritätzuschlag abgeführt werden.

BEISPIEL

Der Jahresüberschuss der Firma Maier & Schmidt GmbH für 2007 beträgt 50.000 €. Die Gesellschafter Maier und Schmidt sind zu je 50 % an der Gesellschaft beteiligt. Laut Gesellschafterbeschluss werden vom Überschuss je 20.000 € an die Gesellschafter ausgeschüttet und 10.000 € werden in die Gewinnrücklage eingestellt.

Der Kapitalertrag ist mit 20 % zu versteuern (4.000 € je Gesellschafter; insgesamt 8.000 €) und es werden 5,5 % Solidaritätszuschlag fällig (220 € je Gesellschafter; insgesamt 440 €)

Buchungsvorschläge für 2008

Saldenvortrag. Diese Buchung führen Sie nur aus, wenn Sie mit der Arbeit am Programm beginnen. Über den Jahreswechsel erfolgt der Gewinnvortrag in Collmex automatisch.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 9000 9000 Saldenvorträge 50.000,00
Haben 860 2970 Gewinnvortrag vor Verwendung 50.000,00

Buchungen nach dem Gesellschafterbeschluss

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 860 2970 Gewinnvortrag vor Verwendung 50.000,00
Haben 855 2960 Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 10.000,00
Haben 755 3519 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 40.000,00

Zahlung an die Gesellschafter insgesamt

Soll 755 3519 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 40.000,00
Haben 1746 3760 Verbindlichkeiten aus Einbehaltungen 8.440,00
Haben 1200 1800 Bank 31.560,00

Zahlung von Kapitalerstragssteuer und Solidaritätszuschlag

Soll 1746 3760 Verbindlichkeiten aus Einbehaltungen 8.440,00
Haben 1200 1800 Bank 8.440,00

 Collmex-Praxis

Bevor Sie die Buchungen durchführen, legen Sie die Konten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, Verbindlichkeiten aus Einbehaltungen und Einstellungen in andere Gewinnrücklagen unter Verwaltung → Konto an.

» Inhalt


Rechnungsabgrenzung

Mit der Rechnungsabgrenzung werden Werte der richtigen Rechnungsperiode zugeordnet. Damit wird es möglich den Gewinn oder Verlust eines Unternehmens periodengerecht zu ermitteln und die Steuern in der richtigen Höhe und zum entsprechenden Zeitpunkt abzuführen.

BEISPIEL

Der Kunde hat bereits 2007 gezahlt, die Leistung wird aber erst 2008 erbracht.

- Aktive Rechnungsabgrenzung -

Die aktive Rechnungsabgrenzung (Abkürzung: ARA) ist eine Leistungsforderung. Sie entsteht, wenn ein Aufwand des neuen Jahres bereits im alten Jahr eine Ausgabe darstellt. Wird zum Beispiel im Dezember eine Vorauszahlung für die Januar-Miete geleistet, wird wie folgt gebucht:

Rechnungseingang

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 4210 6310 Miete
Haben 1600 3300 Verbindlichkeiten

Zahlung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1600 3300 Verbindlichkeiten
Haben 1200 1800 Bank

Jahresabschluss

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 980 1900 Aktive Rechnungsabgrenzung
Haben 4210 6310 Miete

Im Januar wird der Aufwand in die richtige Periode gebucht.

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 4210 6310 Miete
Haben 980 1900 Aktive Rechnungsabgrenzung

- Passive Rechnungsabgrenzung -

Die passive Rechnungsabgrenzung wird angewendet, wenn Erträge des neuen Jahres bereits im alten Jahr Einnahmen sind (z.B. Vorauszahlungen).

Rechnungsausgang

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1400 1200 Forderungen
Haben 8200 4200 Erlöse

Zahlung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 1400 1200 Forderungen

Jahresabschluss

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 8200 4200 Erlöse
Haben 990 3900 Passive Rechnungsabgrenzung

Im Januar wird der Erlös in die richtige Periode gebucht.

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 990 3900 Passive Rechnungsabgrenzung
Haben 8200 4200 Erlöse

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Durchlaufende Posten

Wenn Sie Beträge im Namen oder für Rechnung eines anderen vereinnahmen oder verausgaben, sind dies durchlaufende Posten, die den Gewinn nicht beeinflussen. Sie gehören nicht zum Entgelt und unterliegen damit auch nicht der Umsatzsteuer.

BEISPIELE:

  • Auslagenersatz (z.B. Fahrtkosten, die zunächst vom Auftragnehmer übernommen werden und später vom Auftraggeber ersetzt werden.)
  • Ein Anwalt überweist den Prozesskostenvorschuss im Namen seines Mandanten an die Gerichtskasse.

Für die Buchung stehen die Konten 1590 (SKR03) und 1370 (SKR04) zur Verfügung.

I. Vereinnahmung

Buchung bei Vereinnahmung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 1590 1370 Durchlaufende Posten

Buchung bei Weiterleitung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1590 1370 Durchlaufende Posten
Haben 1200 1800 Bank

II. Verausgabung

Buchung bei Verausgabung

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1590 1370 Durchlaufende Posten
Haben 1200 1800 Bank

Buchung, wenn Sie das Geld von Ihrem Kunden erhalten haben

S/H SKR03 SKR04 Name
Soll 1200 1800 Bank
Haben 1590 1370 Durchlaufende Posten

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Rückstellungen

Eine Rückstellung ist ein ungewisse Verbindlichkeit zum Zeitpunkt des Abschlussstichtages. Dabei ist noch nicht klar, wann und in welcher Höhe die Zahlung erfolgen wird.

1. Bildung der Rückstellung

Soll Aufwandskonto
Haben Rückstellungskonto

BEISPIEL Bildung Gewerbesteuerrückstellung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 4320 7610 Gewerbesteuer 2.500
Haben 957 3030 Gewerbesteuerrückstellung 2.500

2. Auflösung der Rückstellung

Erfolgt die Zahlung, wird die Rückstellung aufgelöst.

Auflösung

Soll Rückstellungskonto
Haben Bank

BEISPIEL Auflösung Gewerbesteuerrückstellung

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 957 3030 Gewerbesteuerrückstellung 2.500
Haben 1200 1800 Bank 2.500

War die Zahlung niedriger als die Rückstellung, buchen Sie den Differenzbetrag im Haben auf eines der folgenden Konten:

SKR03 SKR04 Name
2735 4930 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
2284 7644 Erträge aus der Auflösung von Gewerbesteuerrückstellungen
2289 7694 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für sonstige Steuern

BEISPIEL: Sie haben über einen Betrag von 2.500 € eine Rückstellung gebildet, mussten aber nur 2.400 € bezahlen.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 957 3030 Gewerbesteuerrückstellung 2.500
Haben 1200 1800 Bank 2.400
Haben 2284 4930 Erträge aus der Auflösung von Gewerbesteuerrückstellungen 100

War die Zahlung höher als die Rückstellungen, buchen Sie den Differenzbetrag im Soll auf eines der folgenden Konten:

SKR03 SKR04 Name
2020 6960 Periodenfremde Aufwendungen
2280 7640 Gewerbesteuernachzahlungen Vorjahre
2285 7690 Steuernachzahlung Vorjahre Sonstige Steuern

BEISPIEL: Sie haben eine Rückstellung von 2.500 € gebildet, mussten aber 2.600 € bezahlen.

S/H SKR03 SKR04 Name Betrag
Soll 957 3030 Gewerbesteuerrückstellung 2.500
Soll 2280 7640 Gewerbesteuernachzahlungen Vorjahre 100
Haben 1200 1800 Bank 2.600

 Collmex-Praxis

Weitere Rückstellungskonten finden Sie, wenn Sie in der Kontensuche das Stichwort Rückstellung eingeben.

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